Die blau-weißen Fans sind sauer und enttäuscht. Kapitän Fabian Reese (28) ist bei Hertha BSC von Bord gegangen. Nicht irgendwohin, sondern zum Zweitliga-Konkurrenten VfL Wolfsburg. Die bunte, blau-weiße Gallionsfigur der letzten drei Jahre in die graue VW-Stadt. Wie konnte das passieren? Eine Schlüsselfigur bei diesem Wechsel war dabei Ex-Herthaner Bence Dardai (20).
Reeses brisantes Interview beim VfL Wolfsburg
Es ist ein Detail, welches Reese nach seiner Vertragsunterschrift in Wolfsburg selbst verriet und es hat den nächsten Zündstoff in sich. Beim offiziellen Vorstellungsinterview auf der Homepage des VfL Wolfsburgs erzählt Reese über seine Gründe für den Wechsel, seinen Namibia-Urlaub und dann eben auch über Bence Dardai, der vor zwei Jahren als Hertha-Jungprofi zu den Wölfen wechselte.
Der jüngste Sohn von Hertha-Ikone Pal Dardai machte Reese über Wochen den Wechsel nach Niedersachsen schmackhaft. Reese: „Er hat mir jeden Tag geschrieben und irgendwann war das so intensiv, dass ich ihm nur noch jeden zweiten Tag geantwortet habe.“
Reese: „Bence war überzeugt, dass ich das machen muss“
Hoppla, was ging da hinter den Kulissen ab? Reese weiter: „Er war von Anfang an schon sehr euphorisch und recht überzeugt, dass ich das machen muss.“ Eindeutiger geht es eigentlich nicht. Reese und die Dardais, das ist eine spezielle Beziehung. In der ersten Saison nach dem Bundesliga-Abstieg 2023 war Pal Dardai Trainer von Reese und die drei Söhne Palko, Marton und Bence seine Mitspieler.

Coach Dardais legendärster Satz über Reese war damals: „Hätten wir elf Reeses im Team, bräuchten wir uns keine Sorgen machen.“ Gemeint war der Ehrgeiz und Wille des Flügelstürmers.
Reese sagt jetzt: „Mit der Dardai-Familie habe ich auch eine Vergangenheit“, danach scherzt er: „Von daher: Ganz los werde ich sie nicht.“ Dann erklärt er: „Wir (gemeint ist seine Verlobte Johanna, Anm. d. Red.) hatten ein super Verhältnis mit der ganzen Familie zu Hertha-Zeiten. Mit Pal, mit Monika, aber auch genauso Palko und Marton.“
Bence Dardai passte früher auf Reeses Hund auf
Das ging sogar so weit, dass Bence Dardai Hundesitter für Reese war. „Bence, mein kleiner Bruder, hat auf meinen Hund aufgepasst. Da hat er noch bei seinen Eltern zu Hause gewohnt, mein Hund war da zehn Wochen alt“, so Reese. Das ist dann schon mehr als nur ein Mitspieler, das ist eine Sache des Vertrauens.



