Seit einem Jahr rätseln alle bei Hertha BSC. Was wird eigentlich aus den 78,8 Prozent Anteilen der Hertha KGaA? Der jetzige Inhaber, die US-Versicherungsgruppe A-Cap, will sie eigentlich verkaufen. Jetzt soll angeblich ein Interessent gefunden worden sein – der ehemalige USA-Botschafter für Deutschland, Philip D. Murphy (68), der jetzt eine Investor-Firma hat.
Investor A-Cap will die Hertha-Anteile verkaufen
Die Bild berichtete am Mittwoch zuerst über diesen möglichen Deal. Kehrt damit endlich Ruhe im Verein ein? Der Verkauf der Anteile der Hertha KGaA und seine fatalen Folgen beschäftigen den Klub bis jetzt. 2019 war der deutsche Skandalinvestor Lars Windhorst bei Hertha eingestiegen. Er pumpte in drei Jahren sagenhafte 374 Millionen Euro hinein. Das Geld wurde für teure Transfers und teure Gehälter verbrannt, und dazu gab es einen Dauerzoff.
Windhorst stieg entnervt im November 2022 aus und präsentierte dann mit 777 Partners einen Käufer. Das US-Unternehmen aus Miami stellte sich aber als wenig seriös heraus. In den USA gibt es mehrere Strafverfahren und bei der Zerschlagung des Unternehmens ersteigerte der Gläubiger A-Cap, ein Versicherungsunternehmen, vor einem Jahr die Anteile.
Seitdem blieb es ziemlich ruhig. A-Cap betrachtete sich eher als stiller Teilhaber und mischte sich nicht ins Tagesgeschäft des Klubs ein. Doch es war auch klar, dass das Versicherungsunternehmen die Hertha-Anteile verkaufen will. Wurde jetzt ein Käufer mit Philip D. Murphy, gefunden?

Philip D. Murphy ist Hertha-Fan
Bei Hertha ist der Ami bestens bekannt. Von 2009 bis 2013 war er US-Botschafter für Deutschland. In der Zeit besuchte er auch oft Heimspiele des Klubs und wurde blau-weißer Fan. Nach seiner Zeit in Berlin wurde er Gouverneur im Bundesstaat New Jersey. Gleichzeitig war er auch im Vorstand des US-amerikanischen Fußballverbandes und bei der Organisation der WM 2026 beteiligt. Ahnung von Fußball hat der Mann.


