Da kommt aber ganz schön was auf Sparta Lichtenberg zu! Der Oberligist ist am 29. März (14 Uhr) Gastgeber im Halbfinale des Berliner Pokals gegen den BFC Dynamo. Für den Titelverteidiger wird die Partie gefühlt wohl zum Heimspiel, denn die Dynamo-Fans machen jetzt schon mächtig mobil.
Fan-Ansturm ist programmiert
Das Paul-Kalkbrenner-Sportfeld an der Fischerstraße ist beim normalen Fanandrang bei Sparta-Spielen mit seinen 1000 Plätzen eher überdimensioniert. Aber diesmal droht, dass die Kunstrasen-Anlage aus allen Nähten platzt.
Polizei und Ordnungsdienste schlagen jetzt schon die Hände über dem Kopf zusammen. Bis zu 3500 Dynamo-Fans haben eine ganz kurze Anreise, sind heiß auf das Bezirksduell. Und das ist keine Überraschung.
Dynamo-Anhang hat Lust auf mehr
Zum einen hat der Triumph im Vorjahr Lust auf mehr gemacht. Nach dem 2:0 im Finale gegen Eintracht Mahlsdorf kannte der Jubel keine Grenzen. So was hat Sucht-Potenzial! Die Dynamos wollen mehr davon.

Zum anderen ist in der Regionalliga für die Weinrot-Weißen maximal noch ein Platz im Mittelfeld drin. Und eine Saison ohne Titel fühlt sich an wie Leber ohne Wurst. Der Pokal hatte für die Mannschaft von Trainer Sven Körner sowieso schon immer höchste Priorität.
1:5-Klatsche tut BFC immer noch weh
Wirtschaftsrat-Boss Peter Meyer gab die Titelverteidigung vor der Saison als oberstes Ziel aus. Schließlich winken in der ersten Runde des DFB-Pokals Euros im sechsstelligen Bereich, die dem im Vergleich zu anderen Ex-DDR-Klubs der Liga eher bescheidenen Etat der Hohenschönhauser mehr als guttun würden.

Und nicht zu vergessen: Bei diesem Duell ist noch was offen. Etwas, das allen, die es mit dem DDR-Rekordmeister halten, immer noch verdammt wehtut. Am 10. April 2023 kassierte der BFC im Pokal-Halbfinale bei Sparta nach einer 1:0-Führung kurz nach der Pause beim damaligen Berlinligisten noch eine 1:5-Klatsche. Alle Dynamos, die damals dabei waren – ob auf oder neben dem Platz –, wissen heute noch nicht, wie das passieren konnte.


