Werden diese Fälle nun geklärt? 1999 in Dortmund und 2005 in Krefeld wurden jeweils die Leichen von zwei toten Neugeborenen in Rucksäcken gefunden. Bis heute ist nicht klar, wer die Mutter ist.
Fall wird bei Aktenzeichen XY ausgestrahlt
Mittwochabend wurden beide Fälle im ZDF bei „Aktenzeichen XY“ gezeigt. Obwohl sich beide Taten in Nordrhein-Westfalen ereigneten, führt die Spur in die DDR.
Beide Fälle hängen zusammen, denn wie eine DNA-Untersuchung später zeigte, haben beide Kinder dieselbe Mutter. Heißt: Das Mädchen aus Dortmund und der Junge aus Krefeld sind Geschwister. Es gibt also einen direkten Zusammenhang zwischen beiden Fällen, auch wenn
Dortmund und Krefeld rund 75 Kilometer voneinander entfernt liegen.
Die Ermittler vermuten, dass die unbekannte Frau vor 2005 in den Raum Krefeld gezogen sein könnte. Wahrscheinlich stammt sie jedoch ursprünglich aus der ehemaligen DDR.
Nach dem Fund in Krefeld bekam die Polizei handschriftlich verfasste Briefe. Darin schreibt die mutmaßliche Täterin unter anderem: „Ich bin die Mutter, wenn Sie Brief erhalten.“ Ermittler gehen bis heute davon aus, dass die Verfasserin tatsächlich die Mutter der Kinder ist.

Auffällig: Das Papier stammt aus einem alten Geschäftsbuch, wie es vor allem in der ehemaligen DDR oder in Osteuropa verbreitet war und dessen Produktion etwa 1990 eingestellt wurde. Auch sprachliche Analysen deuten in diese Richtung.
Und: Zuschauer riefen am Mittwochabend im Studio an und verwiesen darauf, dass das 1999 gefundene Mädchen ein Oberteil trug, das aus der DDR stammt. Es trug ein blau gestreiftes Oberteil mit Bärchen und Zahlen.

Fabian Puchelt vom LKA Bayern sagte am Ende der Sendung: „Es sind Hinweise gekommen, dass dieses Kleidungsstück genau so in der ehemaligen DDR hergestellt wurde.“
Der Doppelfall aus Nordrhein-Westfalen löste große Reaktionen beim Publikum aus. Innerhalb kurzer Zeit gingen rund 200 Hinweise zu dem Cold Case-Fall ein. Diese werden nun von der Polizei geprüft.



