In Berlin-Friedrichsfelde wird tierisch gebaut. Unweit des Tierparks entstehen immer mehr neue Wohnungen. Das neue Quartier in der Huronseestraße ist fertig und in der Vermietung. Neue Wohnungen sind auch für die Franz-Mett- und Sewanstraße angekündigt. Und das Bauprojekt Rosenfelder Ring 86/88 ist auf der Zielgeraden. 173 Wohnungen entstehen hier, die Hälfte davon mit WBS. Weihnachten sollen die ersten Mieter einziehen. KURIER kennt schon die Mietpreise und erklärt, wie Sie sich für eine Wohnung vormerken lassen können.
Früher standen hier DDR-Garagen
Wo früher DDR-Garagen standen, entsteht am Rosenfelder Ring ein neuer Quartiersplatz, umgeben von zwei achtgeschossigen Gebäuden. 173 Wohnungen werden es einmal sein, 86 davon gefördert. Das heißt: Man braucht einen WBS, um einzuziehen.
Der S-Bahnhof Friedrichsfelde-Ost liegt nur 200 Meter entfernt, vier Linien fahren in rund 20 Minuten zum Alexanderplatz. Mehrere Tramlinien verbinden den Kiez mit dem Norden, Süden und Osten der Stadt. Auch der Landschaftspark Herzberge und der Biesdorfer Baggersee sind mit dem Fahrrad schnell erreichbar.
Die Gebäude erfüllen den Energiestandard EEH 40. Die Bauweise mit vorgefertigten Modulen und Holzhybridkonstruktion verkürzt die Bauzeit und spart Ressourcen. Zwischen Bauantrag und Einzug der Mieter werden nur drei Jahre vergangen sein.
Die Howoge setzt beim Neubau auf ökologischen Mehrwert. Gebaut wird in Holzhybridbauweise. Es gibt eine Regenwasserbewirtschaftung auf dem Grundstück, eine Photovoltaikanlage für grünen Strom vom Dach und eine Wärmepumpe, mit der die Neubauten zum Nur-Strom-Haus werden. Das Dach des zweigeschossigen Sockelgebäudes des vorderen Hauses wird bepflanzt.
Rosenfelder Ring: Warum hier ein Baum durch das Dach wächst
Auffällig ist vor allem der Eingangsbereich des vorderen Gebäudes – durch das Vordach wächst künftig ein Baum (geplant ist eine Kiefer). Dazu kommen ein ruhiger, begrünter Innenhof und ein Maisonettehaus mit 23 Wohnungen, das in den zweigeschossigen Vorbau integriert ist.
Alle Wohnungen erhalten einen Balkon, eine Loggia oder eine Terrasse. Über 300 Stellplätze für Fahrräder und Lastenräder entstehen, dazu eine breite Rampe ins Untergeschoss. Das Quartier selbst bleibt weitgehend autofrei.

Bezirksstadträtin Camilla Schuler (Die Linke) betont die Bedeutung der geförderten Wohnungen: Wohnen müsse bezahlbar bleiben – und genau das leiste dieses Projekt.
Das Grundstück ist 6000 Quadratmeter groß. In den beiden Häusern gibt es alles von kleinen 1‑Zimmer‑Wohnungen bis hin zu großen Familienunterkünften mit fünf Zimmern. In den unteren zwei Geschossen des vorderen Gebäudes und in den obersten Geschossen des hinteren Blocks sollen 3‑ bis 5‑Zimmer‑Maisonettewohnungen über zwei Ebenen angeordnet werden.
So teuer ist die Miete am Rosenfelder Ring
Die Mietpreise starten bei 280 Euro kalt für eine 40 Quadratmeter große 1‑Zimmer‑Wohnung mit WBS 140, warm verlangt die Howoge dafür 420 Euro. Eine 2‑Zimmer‑Wohnung (53 Quadratmeter) mit WBS 100 kostet 371 Euro kalt bzw. 556,50 Euro warm.
KURIER kennt auch Mietpreise für die Familienwohnungen. Eine 3‑Zimmer‑Wohnung (WBS 180) mit 65 Quadratmetern kostet 617,50 Euro kalt bzw. 845 Euro warm. Für eine 4‑Zimmer‑Wohnung (WBS 220) mit 81 Quadratmetern werden 931,50 Euro bzw. 1215 Euro aufgerufen.
Interessenten können sich online für die neuen Wohnungen vormerken lassen. Neben dem Rosenfelder Ring stehen hier 16 weitere Neubau-Projekte zur Auswahl.
Die Howoge bringt in diesem Jahr 2151 neue Wohnungen an den Start, weitere 3403 befinden sich im Bau. Am Rosenfelder Ring wurde gerade das Richtfest gefeiert, Weihnachten sollen die ersten Mieter einziehen.


