Ein Leben ohne Streusplitt kann man sich in Berlin aktuell gar nicht vorstellen. Es hat sich nicht nur auf den Gehwegen verteilt, sondern auch in sämtlichen Hausfluren, Hundepfoten, Fahrradreifen und sonstigen Ritzen der Hauptstadt. Doch irgendwann wird der Winter auch wieder vorbei sein und der Splitt verschwindet allmählich – doch wohin eigentlich? Der KURIER hat mal bei der BSR nachgefragt.
Splitt wird von BSR gesammelt und wiederverwertet
„Der meiste Streusplitt in Berlin wird von Anliegern oder – in deren Auftrag – von privaten Winterdiensten gestreut. Denn für den Winterdienst auf Gehwegen sind grundsätzlich die Anliegerinnen und Anlieger verantwortlich“, erklärt die Berliner Stadtreinigung. „Die BSR setzt Splitt nur auf Fußgängerüberwegen, in Haltestellenbereichen sowie auf einigen Plätzen und Fußgängerzonen ein.“
Und wer räumt den ganzen Splitt wieder weg, den die Berliner so fleißig streuen? „Im Zuge der Straßenreinigungsarbeiten sammeln BSR-Kehrmaschinen sowie unsere Handreinigerinnen und Handreiniger den ausgebrachten Splitt ein.“

„Der Splitt wird somit Bestandteil des Straßenkehrichts, der wiederum an externe Firmen zur Aufbereitung und gegebenenfalls Weiterverwertung geht“, erklärt die BSR weiter.
Hätten Sie das gewusst? „Einmal ausgebrachter Splitt kann übrigens nicht wieder als Streugut verwendet werden, weil der Splitt durch den erfolgten Gebrauch abgenutzt ist und seine abstumpfende Wirkung gegen Glätte verloren hat.“
Wann verschwindet der Splitt aus Berlin?
Ein konkreter Zeitpunkt, bis wann der Streusplitt auf Gehwegen, Fußgängerüberwegen und in Haltestellenbereichen entfernt ist, lässt sich übrigens nicht nennen. „Denn im Falle eines neuerlichen Wintereinbruchs wird ja auch wieder neuer Splitt ausgebracht.“


