Noch herrscht an diesem Wochenende in Berlin buchstäblich die Ruhe vor dem Sturm. Doch auf Rückkehrer aus den Winterferien wartet am Montag eine böse Überraschung! Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) zu einem weiteren Warnstreik aufgerufen. Das heißt, dass zum Schulstart U-Bahnen, Straßenbahnen und Linienbusse in Berlin wieder einen ganzen Tag lang stillstehen!
Ab Montag, 3 Uhr, sollen Beschäftigte für 24 Stunden die Arbeit niederlegen. Alle Fahrzeuge der BVG bleiben so lange in den Betriebshöfen. Damit will die Gewerkschaft im Streit um höhere Löhne und Gehälter für die mehr als 16.600 BVG-Beschäftigten vor dem dritten Treffen mit den Arbeitgebern den Druck erhöhen.
Viele Nachtlinien sind weiter im Einsatz
Die S-Bahn Berlin und der Regionalverkehr sind nicht betroffen und fahren regulär. Doch auch Linien und Angebote, die im Auftrag der BVG von anderen Unternehmen gefahren werden, sind vom Streik nicht betroffen. Das gilt etwa für den Fahrdienst BVG Muva und alle Fähren (F10, F11, F12). Und es bleiben auch längst nicht alle Buslinien in den Depots. Die Buslinien 106, 114, 118, 133, 161, 168, 175, 179, 204, 218, 234, 263, 275, 316, 318, 320, 326, 334, 349, 358, 363 und 380 sind laut Verkehrsinformationszentrale regulär unterwegs. Auch viele Nachtlinien sind vom Streik nicht betroffen. So fahren die N12, N23, N35, N39, N53, N61, N63, N69, N84, N91, N95 und N97.
Die Linien X36, 112, 124, 184, 744, 893 und N68 fahren mit eingeschränktem Angebot. Für diese Linien empfiehlt die BVG, vor Fahrtantritt zu prüfen, ob in den BVG-Apps oder auf www.bvg.de die Fahrt mit einer Echtzeitinformation aktuell anzeigt wird.

Drittes Treffen im Tarifkonflikt am Dienstag
Kurz nach dem Ende des Warnstreiks am Dienstag um 3 Uhr morgens soll dann das dritte Treffen im laufenden Tarifkonflikt stattfinden. Die Gewerkschaft Verdi und der Kommunale Arbeitgeberverband Berlin wollen sich am Dienstag um 10 Uhr treffen. Verdi fordert für die BVG-Beschäftigten künftig monatlich 750 Euro mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Außerdem wird ein 13. Monatsgehalt, eine Fahrdienst- beziehungsweise Wechselschichtzulage in Höhe von 300 Euro sowie eine Schichtzulage von 200 Euro verlangt. Insgesamt würden die Forderungen die BVG und damit Berlin 250 Millionen Euro jährlich kosten.



