Berlin bekommt neue Landschaftsgärtner, und die blöken! Noch im April 2026 ziehen Gotlandschafe in den Volkspark Rehberge ein. Der Bezirk Mitte startet ein zweijähriges Pilotprojekt, das so ungewöhnlich klingt, wie es ist: Schafe sollen die Grünflächen pflegen, Artenvielfalt fördern und dabei auch noch die Parkbesucher erfreuen.
Schafe schonen die Tierwelt im Park
Die Idee dahinter ist simpel: Wo Maschinen mähen, wird es laut, hektisch und für viele Tiere gefährlich. Die Wiederkäuer hingegen arbeiten leise und schonend. Insekten, Amphibien, Reptilien und kleine Säugetiere werden bei der Beweidung deutlich weniger gestört. Von April bis Oktober sollen die Schafe je nach Wetterlage im Park im Stadtteil Wedding im Futter-Einsatz sein.
Damit der Park weiterhin nutzbar bleibt, wird die Fläche in Abschnitte von bis zu einem Hektar eingeteilt. Während ein Bereich beweidet wird, kann der nächste sich erholen. Ein festgelegter Turnus regelt, wann die Schafe grasen und wann die Natur Pause hat.

Füttern der Schafe ist verboten
Gotlandschafe gelten als robust, genügsam und echte Profis für karge Kost. Trotzdem gibt es klare Regeln: Füttern ist streng verboten, Hunde müssen in der Nähe der Herde an die Leine. Nur so bleibt das Projekt sicher für Mensch und Tier.
Bezirksstadtrat Christopher Schriner ist überzeugt: „Natur und Stadt wieder zusammen zu bringen ist einer der großen Herausforderungen unserer Zeit. Mit der Beweidung durch Schafe gehen wir einen neuen Weg in der Pflege von Landschaft und Natur. Das Projekt verbindet Naturschutz, Tierhaltung und Erholung im Kontext einer urbanen Metropole. Wir sind sicher, dass die Schafe im Volkspark Rehberge von den Menschen gut angenommen werden und freuen uns schon auf ein neues Miteinander von Mensch und Tier.“


