Einige der schwerverletzten Brandopfer der Silvesterparty im Schweizer Skiort Crans-Montana sollen im Unfallkrankenhaus Berlin behandelt werden. Sonnabend ist die Ankunft von drei Patienten in Marzahn geplant.
Insgesamt gibt es 40 Hilfeersuchen für schwerverletzte Brandopfer aus Crans-Montana, für die eine Behandlung in deutschen Kliniken angefragt wurde. Einige der Verletzten werden bereits in Deutschland versorgt, unter anderem in Stuttgart, Tübingen und Ludwigshafen.
Die ersten 48 Stunden sind bei Brandverletzungen entscheidend. Verbrannte Haut müsse abgetragen und transplantiert werden. Die Direktorin der Klinik für Schwerbrandverletzte und Plastische Chirurgie am Berliner Unfallkrankenhaus, Leila Harhaus-Wähner, sagte zu Welt TV. „In der Zwischenzeit muss zum einen die Oberfläche erst einmal gereinigt werden und dann steril verbunden werden.“ Das Wichtigste sei die Stabilisierung der Organfunktionen.

„Bei den Verbrennungsverletzungen ist ganz typisch, dass eben nicht nur die Oberfläche verbrannt ist, also die Haut verloren gegangen ist, sondern es sich ganz schnell auch um eine systemische Erkrankung handelt, bei der eben alle anderen Organsysteme auch in Mitleidenschaft gezogen werden“, so die Ärztin. Das gelte allen voran für die Lunge, weil bei einem Brand giftige Gase eingeatmet würden.
Der Mehrheit der Patienten droht eine monatelange Behandlung
Die Mehrheit der Patientinnen und Patienten muss wahrscheinlich monatelang behandelt werden, wie die Ärztin dem Nachrichtensender sagte. Für die Hauttransplantationen seien in der Regel mehrere Operationen nötig. Das Schwerbrandverletztenzentrum am Berliner Unfallkrankenhaus ist eigenen Angaben zufolge eines der größten und modernsten Verbrennungszentren Europas für brandverletzte Menschen. (dpa)




