Bei dem verheerenden Silvester-Brand in einer Bar im Schweizer Luxus-Skiort Crans-Montana sind etwa 40 Menschen ums Leben gekommen, rund 115 weitere wurden verletzt. Der Präsident der Regierung des Kantons Wallis, Mathias Reynard, sagte der Regionalzeitung „Walliser Bote“, mindestens 80 von ihnen befänden sich in einem lebensgefährlichen Zustand. Die Identifizierung der Todesopfer dauert noch an, eine ganze Reihe von Fragen zu dem Unglück sind noch ungeklärt.
Die Bar „Le Constellation“ war nach Angaben von Anwohnern von Crans-Montana besonders bei Teenagern beliebt. Die meisten Opfer dürften deshalb Minderjährige und junge Erwachsene gewesen sein. Frankreich und Italien haben Opfer bestätigt. Ob Deutsche betroffen sind, ist noch offen. Das Auswärtige Amt steht in Kontakt mit den Schweizer Behörden.
Identifizierung der Toten nach Feuer-Inferno schwierig
80 der 115 Verletzten sollen schwerste Verbrennungen erlitten haben. Hinzu kommen Rauchvergiftungen. Die Identifizierung der Toten ist kompliziert. In solchen Situationen sind Opfer nach Expertenangaben oft so verbrannt, dass eine Feststellung der Identität nicht einfach ist. Für verzweifelte Familien, die ihre Kinder vermissen, ist das Warten aber unerträglich. Eine Schweizerin postete etwa auf Facebook, dass sie ihren 16-jährigen Sohn Arthur B. vermisse.

Plötzlich fing die Decke der Bar Feuer
Unterdessen kursieren Videos und Fotos in sozialen Medien, die aus der Bar stammen und den Ausbruch des Brandes zeigen sollen. Darauf sind Menschen zu sehen, die Champagnerflaschen mit Wunderkerzen in die Luft strecken. Ein Barbesucher, der sich retten konnte, berichtete der Zeitung „Blick“: „Eine Frau saß auf den Schultern einer anderen Dame. Sie hatte zwei Flaschen mit Wunderkerzen.“ Die Kerzen hätten die Decke berührt, die plötzlich Feuer gefangen habe.



