Die Berliner Polizei bereitet sich auf den Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Montag in Berlin vor. Es gilt die höchste Sicherheitsstufe und auch die Berliner und Berlinerinnen werden sich auf Einschränkungen gefasst machen müssen!
Genaue Details zum Einsatzkonzept und zur Zahl der Einsatzkräfte darf die Berliner Polizei zunächst nicht veröffentlichen. Aber fest steht: Selenskyj wird am Montag zunächst von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) empfangen. Nach Angaben des Bundespresseamts stehen deutsch-ukrainische Wirtschaftsgespräche auf dem Programm. Im Anschluss ist auf Einladung von Merz ein Treffen europäischer Regierungschefs mit dem ukrainischen Präsidenten im Kanzleramt geplant. Auch Vertreter von EU und Nato sollen daran teilnehmen.
Regierungsviertel für Besucher gesperrt
Für die Berlinerinnen und Berliner dürfte der Besuch vor allem im Straßenverkehr spürbar werden. Die Verkehrsinformationszentrale rät dringend dazu, das Regierungsviertel am Montag möglichst weiträumig zu umfahren. „Während der An- und Abreise der Staatsgäste werden weitere umfangreiche Sperrungen erwartet. Aus Sicherheitsgründen stehen keine detaillierten Informationen über Zeiträume und Umfang der Sperrungen zur Verfügung“, teilte die VIZ mit.

Weitere hohe Staatsgäste werden erwartet
Was das bedeutet, zeigte sich zuletzt im August bei Selenskyjs letztem Berlin-Besuch. Damals war das Regierungsviertel eine Hochsicherheitszone. Spezialeinheiten und Scharfschützen bezogen Stellung, unter anderem auf dem Dach des Bundeskanzleramts. Auf der Spree patrouillierten Polizeiboote, Beamte sicherten das Gelände auf Jetskis. Beim Selenskyj-Besuch im Mai hatte die Polizei zusätzlich Gullydeckel verplombt und Sprengstoffspürhunde im Einsatz. Damals sicherten den Besuch rund 2400 Einsatzkräfte ab.
An diesem Montag dürfte der Sicherheitsaufwand sogar noch größer sein und es sind auch mehr Sperrungen zu befürchten. Denn zum Gespräch mit Selenskyj kommen auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Auch sie werden mit Fahrzeugkolonnen in Berlin unterwegs sein.


