Auch die Kohlmeise wird bei der Stunde der Wintervögel immer wieder gesichtet.
Auch die Kohlmeise wird bei der Stunde der Wintervögel immer wieder gesichtet. dpa/Holger Hollemann

Na, beobachten Sie gern die Vögel in Ihrem Garten, auf dem Balkon, im Park oder in den Bäumen vor dem Haus? Dann steht ein Wochenende bevor, das Ihnen gefallen dürfte. Vom 6. bis zum 8. Januar findet auch in Berlin wieder die traditionelle „Stunde der Wintervögel“ statt. Jeder, der möchte, kann eine Stunde lang die Piepmätze beobachten – und die Ergebnisse dann an den Naturschutzbund NABU melden.

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Die „Stunde der Wintervögel“ sei Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion, heißt es in einer Mitteilung der Naturschützer. Bereits zum 23. Mal können ehrenamtliche Vogelzähler mitmachen – und das ist gar nicht schwer. „Wer mitmachen will, beobachtet eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park und meldet die Ergebnisse dem NABU“, heißt es vom NABU. „Von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus wird von jeder Art die höchste Anzahl Vögel notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu sehen ist.“

Stunde der Wintervögel: Wo kann man seine Ergebnisse melden?

Die Ergebnisse können dann auf verschiedenen Wegen gemeldet werden (Infos: www.stundederwintervoegel.de). Außerdem gibt es eine kostenlose Rufnummer, unter der Interessenten ihre Zahlen am 7. Und 8. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr auch telefonisch durchgeben können. Sie ist erreichbar unter der 0800-1157-115.

Der Sperling war bei der Zählung im Jahr 2022 der am häufigsten gesichtete Vogel.
Der Sperling war bei der Zählung im Jahr 2022 der am häufigsten gesichtete Vogel. imago/imagebroker

Mehr als 176.000 Menschen hatten sich laut NABU im vergangenen Jahr beteiligt und dabei am häufigsten Haussperling, Kohlmeise und Blaumeise gesichtet. Spannend sei die Frage, ob es in diesem Jahr weniger Betrieb am Futterhaus gebe, sagt die Biologin Angelika Nelson vom bayerischen Landesbund für Vogel- und Naturschutz, der sich ebenfalls an der Aktion beteiligt.

Denn das vergangene Jahr sei ein Mastjahr gewesen, in dem Buche, Eiche, Fichte und andere Bäume besonders viele Samen gebildet hätten. „Für Waldvögel wie Eichelhäher, Kernbeißer und Buchfink gibt es Eicheln und Bucheckern im Überfluss, die den hungrigen Schnäbeln als energiereiche Nahrung dienen“, sagt Nelson.

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Übrigens: Wer Angst hat, die Vögel nicht zu erkennen, kann sich auch öffentlichen Exkursionen anschließen. „Am Sonntag, dem 8. Januar findet von 10 bis 11 Uhr eine Vogelführung im Stadtgarten Steglitz statt. Treffpunkt ist der Brunnen am Pavillon in der Hauptachse des Parks“, teilt der NABU mit. „Ebenfalls am Sonntag, aber von 10.30 Uhr bis 12 Uhr, können Interessierte mit Wildtierexperte Derk Ehlert die ,Wintervogelwelt im Großen Tiergarten‘ erkunden.“ Treff für diese Veranstaltung sei der S-Bahnhof Bellevue. Weitere Informationen gibt es im Netz.