Wucherpreise in Berlin

Tank-Tipps vom Berliner Taxifahrer: Sparen leicht gemacht!

Der Chef der Taxi-Innung empfiehlt kreative Spartipps und die besten Tankzeiten im hektischen Berlin.

Author - Sharone Treskow
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Der Berliner Taxifahrer Leszek Nadolski verrät, wie er tankt.
Der Berliner Taxifahrer Leszek Nadolski verrät, wie er tankt.Sergej Glanze/ FUNKE Foto Services

Ein Liter Sprit kostet in Berlin aktuell mehr als eine Club-Mate im Späti. Die Zwei-Euro-Marke haben wir längst geknackt. Am Freitagmorgen müssen Autofahrer für einen Liter Super (E5) in der Hauptstadt durchschnittlich 2,15 Euro zahlen. Das tut weh. Gerade Vielfahrer müssen tief in die Tasche greifen, denn eine volle Pkw-Tankladung kostet jetzt weit über 100 Euro. Da kommt jeder Cent, den man sparen kann, recht. Hier gibt es ein paar Tipps vom Profi.

Wann die besten Zeiten zum Tanken sind

Wer muss in Berlin häufig tanken und weiß, wie der Hase läuft? Richtig: ein Taxifahrer! Leszek Nadolski, Chef der Taxi-Innung, verrät im Tagesspiegel seine Tipps: „Ich tanke mit Köpfchen. Morgens vor 7 oder 8 Uhr ist es immer am billigsten. Dann nochmal am Mittag. Auch am Wochenende kann man oft zu einem guten Preis tanken!“

Ein Berliner Taxifahrer empfiehlt, freitags möglichst nicht zu tanken.
Ein Berliner Taxifahrer empfiehlt, freitags möglichst nicht zu tanken.Reto Klar/Funke Foto Services

Am höchsten seien die Preise freitags und am Montagmorgen. Die Fahrtarife anheben dürfen Taxis übrigens nicht, egal wie viel der Sprit kostet. Anders als die Konkurrenz von Uber und Bolt. Gute Zeiten sind es aktuell nur für die Elektrofahrzeuge unter den Taxen. Etwa ein Zehntel der Berliner Taxiflotte fährt mittlerweile elektrisch.

Weitere Spartipps beim Tanken

Preisvergleichs-Apps wie Clever Tanken, Mehr Tanken oder der ADAC Spritmonitor zeigen in Echtzeit die billigsten Tankstellen im Kiez und lohnen sich besonders in Berlin, wo die Preisunterschiede zwischen einzelnen Straßen oft erstaunlich groß sind.

Berliner Taxifahrer leiden aktuell sehr unter den hohen Spritpreisen, denn sie dürfen ihre Beförderungspreise nicht anpassen.
Berliner Taxifahrer leiden aktuell sehr unter den hohen Spritpreisen, denn sie dürfen ihre Beförderungspreise nicht anpassen.Andreas Friedrichs/Imago

Auch lohnt es sich, Fernverkehrsstraßen und Autobahnnähe zu meiden, da die Preise dort tendenziell höher liegen. Außerdem spart, wer vorausschauend fährt, sanft beschleunigt, den Reifendruck im Blick behält und unnötiges Gewicht aus dem Auto räumt. Und: Berlin hat viele freie Tankstellen – sie sind oft günstiger als große Marken, ohne Qualitätsunterschied beim Kraftstoff.

Wann wird Tanken endlich wieder günstiger?

Wie lange wird der Sprit noch so teuer bleiben? Diese Frage stellen sich viele Autofahrer, seitdem die Preise infolge des Irankriegs in die Höhe geschnellt sind. Um den Markt zu stabilisieren, hat die Bundesregierung jetzt immerhin einen Teil der nationalen Ölreserve freigegeben. Und Preisanpassungen an der Tankstelle sind nur noch einmal am Tag erlaubt. Aber der Effekt hält sich bisher in Grenzen.

Haben Sie noch einen Spartipp für uns? Schicken Sie uns einen Leserbrief per Mail an leser-bk@berlinerverlag.com.