Mitten im Sommer reißt die Serie tödlicher Unfälle in Berlin nicht ab. Allein im Juni wurden mehrere Menschen bei Verkehrsunfällen getötet, unter ihnen vor allem ältere Fußgänger, sie wurden überfahren, beim Überqueren der Straße, gestreift trotz Vorfahrt, oder Opfer eines illegalen Rennens.
Unfall-Hotspots in Berlin
Die Bilanz zur Jahresmitte ist erschütternd. Seit Anfang des Jahres kamen bereits 19 Menschen im Berliner Straßenverkehr ums Leben. Besonders tragisch ist, dass die meisten Opfer Senioren waren. Die tödlichen Unfälle passierten über ganz Berlin verteilt. Traurige Spitzenreiter sind die Bezirke Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg, wo es jeweils vier Verkehrstote gab. In den meisten Fällen waren Autofahrer die Verursacher, 13 Mal saß jemand hinterm Steuer, als es zum tödlichen Crash kam.
Warum trifft es ausgerechnet Rentner?
Von den 19 Verkehrstoten in Berlin waren fast alle älter. 15 Menschen waren über 60 Jahre alt, und davon waren 10 sogar schon über 80. Elf der Getöteten waren zu Fuß unterwegs, und zehn davon waren älter als 60 Jahre.
Der Vorstand des Fachverbands Fußverkehr Deutschland, Roland Stimpel, erklärt in der Morgenpost, dass es meist nicht junge Raser oder gestresste Berufstätige trifft, sondern gerade die, die langsam, vorsichtig und regelkonform unterwegs sind. Er meint, viele ältere Menschen mit dem schnellen Stadtverkehr überfordert. Sie sehen und hören oft schlechter, schätzen Geschwindigkeiten falsch ein und können bei Gefahr nicht schnell genug reagieren. Seiner Meinung nach muss sich deshalb der Verkehr an die Bedürfnisse älterer Menschen anpassen.




