Steglitz-Zehlendorf

Große Wildschwein-Rotte schockt: Berlinerin filmt gefährliche Begegnung

So viele Wildschweine auf einen Haufen sieht man nie! Eine Berlinerin stolperte direkt neben einer Straße über die gigantischen Borstentiere.

Author - Sharone Treskow
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In Berlin-Steglitz waren mitten am Tag etliche Wildschweine unterwegs.
In Berlin-Steglitz waren mitten am Tag etliche Wildschweine unterwegs.Facebook/Birgit Kramm

Die Wildschweine in der Hauptstadtregion trauen sich immer mehr! Das beweist diese Sichtung aus Steglitz-Zehlendorf. Wo genau die Rotte unterwegs war und wie gefährlich eine solche Situation werden kann, erfahren Sie hier.

Dutzende Wildschweine machen Nachbarschaft unsicher

So viele Wildschweine sieht man nicht jeden Tag, schon gar nicht mitten in einer Berliner Nachbarschaft – direkt an einer stark befahrenen Straße. Birgit Kramm aus Zehlendorf ist mitten am Tag über eine riesige Rotte der Borstentiere gestolpert. Neun erwachsene Wildschweine und sicher an die 20 Frischlinge machten munter einen begrünten Hof zwischen zwei Wohnhäusern an der Argentischen Allee Ecke Riemeister Straße unsicher.

In der Rotte waren etliche Frischlinge unterwegs.
In der Rotte waren etliche Frischlinge unterwegs.Facebook/Brigit Kramm

Die Berlinerin hat die Wildschweine direkt fotografiert und gefilmt, denn „so viele“ hat sie noch nie gesehen. Einzelne Sichtungen hingegen gehören am Berliner Stadtrand inzwischen zur Tagesordnung. Die Keiler und Muttertiere befinden sich in der Regel auf Nahrungssuche.

Dabei richten die Wildschweine häufig ohne Rücksicht auf Verluste große Zerstörung an: Sie graben Erdböden um und hinterlassen dabei riesige Löcher und Dreckhaufen.

Was Berliner bei einer Wildschweinsichtung tun sollten

Auch wenn vor allem die kleinen Frischlinge ein wirklich niedlicher Anblick sind, ist einer derart großen Rotte mit Vorsicht zu begegnen. Unprovoziert gelten Wildschweine gegenüber Menschen zwar nicht als allzu aggressiv – sind jedoch Jungtiere im Spiel, können gerade die Muttertiere auch mal in den Verteidigungsmodus gehen. Die starken Tiere können durchaus schwere Verletzungen verursachen. Deshalb gilt: „Kreuzen Wildschweine den Weg, sollte ihnen immer der Vortritt gelassen werden“, raten die Experten von Peta.

Vor allem Muttertiere, die mit Frischlingen unterwegs sind, können sich aggressiv verhalten, wenn man ihnen zu nahe kommt.
Vor allem Muttertiere, die mit Frischlingen unterwegs sind, können sich aggressiv verhalten, wenn man ihnen zu nahe kommt.Facebook/Birgit Kramm

Bei einer Begegnung sollte man dringend auf eventuelle Warnsignale achten: Fühlen sie sich bedroht, dann schnauben sie, stellen den Schwanz auf oder klappern sogar mit den Zähnen. „Beobachten Sie diese Signale, ist Vorsicht geboten und Sie sollten den Rückzug antreten“, so Peta. Dies sollte man langsam und ruhig tun, hektische Bewegungen sind zu vermeiden.

Wer Wildschweinen begegnet, sollte sich möglichst ruhig verhalten und den Rückzug antreten.
Wer Wildschweinen begegnet, sollte sich möglichst ruhig verhalten und den Rückzug antreten.Facebook/Birgit Kramm

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass ein Wildschwein sich zum Angriff bereitmacht, gilt: „Klatschen Sie laut in die Hände und nehmen Sie eine große, bedrohliche Haltung ein. Im Normalfall reicht das als Einschüchterungstaktik und das Wildschwein wird selbst den Rückzug antreten.“ Nach Möglichkeit sollte man sich selbst dann auch von den Tieren entfernen.

Berichten Sie uns gerne von Ihren Wildtiersichtungen! Schicken Sie uns einen Leserbrief per Mail an leser-bk@berlinerverlag.com.