Nächtlicher Alarm in Friedrichshain: In der Rigaer Straße ist es erneut zu einem Angriff auf die Polizei gekommen. Unbekannte sollen Steine auf einen Streifenwagen geworfen haben. Ein Beamter wurde im Gesicht verletzt.
Polizei wollte Feuerwehrleute schützen
Die Attacke ereignete sich, als Polizisten die Feuerwehr bei Löscharbeiten an einem brennenden Laternenmast schützen wollten. Gegen 0.45 Uhr hatte der Mast plötzlich in Flammen gestanden. Vom Dach aus bewarfen Unbekannte den Streifenwagen mit Steinen. Die Frontscheibe splitterte. Durch die Glassplitter erlitt ein Beamter Gesichtsverletzungen.
Der verletzte Polizist wurde medizinisch versorgt und musste seinen Dienst abbrechen. Die Polizei reagierte sofort: Ein Hubschrauber kreiste über dem Gebiet, eine Einsatzhundertschaft sicherte die Straße. Warum der Laternenmast brannte, ist bislang unklar.

Einsatz ein Vorbote der Krawalle am 1. Mai
Der Tatort liegt mitten in einem der bekanntesten Brennpunkte der linksextremen Szene. Die Rigaer Straße, insbesondere das teilbesetzte Haus „Rigaer 94“, gilt seit Jahren als Konfliktherd. Immer wieder kam es dort zu Angriffen auf Einsatzkräfte und gewaltsamen Auseinandersetzungen.
Der stellvertretende Landeschef der Gewerkschaft der Polizei, Thorsten Schleheider, sieht einen möglichen Zusammenhang mit dem bevorstehenden 1. Mai: „Es sind die Vorboten des 1. Mai, mit denen die gewaltsuchende Szene traditionell aufmuskelt.“ Die Polizei sei vorbereitet, betont er.


