Mitten im Berliner Wald schlummerte offenbar jahrzehntelang eine explosive Gefahr! In Pankow machten Einsatzkräfte der Berliner Polizei jetzt einen spektakulären Fund: 59 Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg, insgesamt rund 1,5 Tonnen Munition!
Spaziergänger stößt auf Weltkriegsmunition
Alles begann ganz harmlos. Eine Privatperson war im Wald unterwegs, als plötzlich ein verdächtiger Gegenstand auffiel. Erst sah es wohl nach einem einzelnen Fundstück aus. Doch kurze Zeit später wurde klar: Unter dem Waldboden versteckte sich deutlich mehr als nur alter Schrott.
Spezialisierte Kräfte des Landeskriminalamts rückten sofort an. Experten der Kriminaltechnischen Instituteinheit (KTI) untersuchten den Fundort genauer und stießen auf ein wahres Munitionslager aus Kriegszeiten.
Wie die Berliner Polizei mitteilt, handelte es sich um insgesamt 59 unverschossene Granaten sowjetischer Bauart mit einem Kaliber von 122 Millimetern. Die Granaten mussten mit äußerster Vorsicht geborgen werden. Besonders heftig: Das gesamte Material brachte rund 1,5 Tonnen auf die Waage!

Mitten im Wald begann daraufhin ein hochkonzentrierter Großeinsatz. Stück für Stück wurden die schweren Granaten freigelegt, gesichert und anschließend fachgerecht abtransportiert. Während der Bergungsarbeiten sperrten die Beamten den Bereich großräumig ab.
Die Bilder vom Einsatz wirken beinahe surreal: Zwischen Bäumen, Erde und Laub liegen tonnenschwere Weltkriegsgranaten. Ein Szenario wie aus einem Kriegsfilm und das mitten in Berlin.
Munition könnte seit dem Zweiten Weltkrieg im Pankower Wald liegen
Woher die Munition genau stammt und warum sie sich dort befand, ist bislang unklar. Möglich ist, dass die Granaten bereits seit dem Zweiten Weltkrieg im Boden lagen. Berlin gilt bis heute als einer der Orte in Deutschland, an denen regelmäßig alte Kampfmittel entdeckt werden.



