Stress auf der Straße

Wichtige Straße bis 2031 dicht! Verkehr in Berlin wieder besonders nervig

Neue Sperrungen, lange Umleitungen und S-Bahn-Ausfälle: Berlins Autofahrer und Pendler brauchen jetzt wieder starke Nerven.

Author - Florian Thalmann
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Berliner kennen sich mit Baustellen bestens aus, denn in der Hauptstadt wird ständig überall gebuddelt. Jetzt bahnt sich eine neue Langzeit-Baustelle an.
Berliner kennen sich mit Baustellen bestens aus, denn in der Hauptstadt wird ständig überall gebuddelt. Jetzt bahnt sich eine neue Langzeit-Baustelle an.Illustration: KI

Neuer Tag, neue Überraschungen: Für Berlins Autofahrer ist das das Lebensmotto! Nahezu jeden Tag hakt es irgendwo im Berliner Verkehr, irgendwo werden immer Straßen aufgebuddelt. Heute müssen wir mit einer besonders nervigen Nachricht eröffnen: In Berlin bahnt sich eine neue Nerv-Baustelle an! Eine wichtige Straße soll umgebaut werden – und das bis zum Jahr 2031! Für Autofahrer gibt es hier eine gute und eine schlechte Nachricht. Mehr lesen Sie in den Verkehrsmeldungen für Freitag – alles, was Sie in Berlin aktuell wissen müssen!

Neue Nerv-Baustelle in Berlin dauert bis 2031

Die schlechte Nachricht ist: Diese Baustelle wird einen Teil Berlins eine ganze Weile beschäftigen. Die gute Nachricht ist: Es ist noch etwas Zeit, bis es hier richtig ernst wird. Es geht um den Teltower Damm zwischen der Leo-Baeck-Straße und dem ehemaligen Friedhof Schönow in Zehlendorf. Hier wollen die Berliner Wasserbetriebe auf einer Länge von zwei Kilometern Leitungen erneuern – und das in sechs Bauabschnitten. Diese Woche wurde bereits mit der Einrichtung der Baustelle begonnen. Richtig ernst wird es erst am 27. Juli, dann beginnen die Bauarbeiten.

Knapp 4000 Meter Abwasserleitungen, über 800 Meter Trinkwasserleitungen und 250 Meter Regenwasserkanäle müssen erneuert werden. Bis April 2031 sollen die Bauarbeiten dauern. Wer jetzt noch nicht einmal Jugendweihe hatte, wird also volljährig sein, wenn alle Leitungen liegen – Stand jetzt. Damit die Belastung für die Anwohner minimiert wird, wird das Großprojekt in sechs Bauabschnitte aufgeteilt. Und was ist mit den Autofahrern? Von Süd nach Nord darf man die Straße befahren, von Nord nach Süd werden großräumige Umleitungen eingerichtet. Alle Informationen dazu gibt es auch bei der Berliner Verkehrsinformationszentrale.

Baustelle in Prenzlauer Berg: Mehr Platz für Radfahrer

Baustelle in Prenzlauer Berg. Von neuen Baustellen bleiben die Berlinerinnen und Berliner am Freitag ansonsten verschont – außer in Prenzlauer Berg. Hier beginnen die letzten Schleifarbeiten und die Errichtung einer Fahrradstraße auf der Hufelandstraße. Die Straße muss laut aktuellen Meldungen bis Mitte September zwischen Greifswalder Straße und Am Friedrichshain in beiden Richtungen für den Kfz-Verkehr und den Radverkehr gesperrt werden. Wenn die Arbeiten beendet sind, wird hier viel Platz für Radfahrer sein.

Demos in Berlin: Hier ist jetzt kein Durchkommen mehr

Veranstaltung in Mitte. Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Dort, wo am Samstag der diesjährige Christopher Street Day steigt, gibt’s schon am Freitagabend einen Menschenauflauf. Im gesamten Bereich der Straße des 17. Juni und des Brandenburger Tors soll eine Veranstaltung stattfinden, zu der am Vorabend des CSD Tausende Menschen erwartet werden. Wer hier nicht in den großen Rummel geraten will, sollte den Bereich auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln weiträumig umfahren.

Die Demonstration zum Christopher Street Day (CSD) zieht 2025 durch die Stadt. Am Wochenende wird das Event wieder in Berlin-Mitte gefeiert.
Die Demonstration zum Christopher Street Day (CSD) zieht 2025 durch die Stadt. Am Wochenende wird das Event wieder in Berlin-Mitte gefeiert.Carsten Koall/dpa

Demo in Mitte und Kreuzberg. Auch eine Demo gibt es am Freitag, dieses Mal zwischen Mitte und Kreuzberg. Mehrere Tausend Teilnehmer werden zum Demo-Zug zwischen 17 Uhr und 22 Uhr erwartet, los geht es in der Rathausstraße. Die genaue Route: Es geht über Rathausstraße, Spandauer Straße, Mühlendamm, Molkenmarkt, Stralauer Straße, Holzmarktstraße, Stralauer Platz, Mühlenstraße, Oberbaumbrücke, Skalitzer Straße, Oranienstraße und Oranienplatz bis zum Leuschnerdamm. Laut Verkehrsinformationszentrale soll es zu Sperrungen und Verkehrseinschränkungen kommen.

Einschränkungen bei der S-Bahn: 4 Linien unterbrochen

Sperrungen bei der S-Bahn. Bei der S-Bahn kommt es am Wochenende zu Einschränkungen, die schon am Freitagabend beginnen. Zwischen 22 Uhr und 1.30 Uhr am Montagmorgen ist der S-Bahn-Verkehr zwischen der Friedrichstraße und dem Bahnhof Zoologischer Garten unterbrochen. Betroffen davon sind die Linien S3, S5, S7 und S9. Als Ersatz sollen Busse fahren, teilt die S-Bahn Berlin mit.

Berliner Nerv-Baustellen: Diese drei Ecken sind schlimm

Ein aktueller Dauerbrenner unter den nervigen Baustellen ist die Landsberger Allee in Lichtenberg. Zwischen Oderbruchstraße und Vulkanstraße sorgen Tiefbauarbeiten immer wieder für Staus. Die Fahrbahn ist dort verengt, zusätzlich laufen Arbeiten an einer Brücke am S-Bahnhof Landsberger Allee. Wer Richtung Innenstadt unterwegs ist, wird außerdem auf Höhe der Petersburger Straße ausgebremst. Dort wird noch bis Ende 2027 gebaut, an manchen Abschnitten der Landsberger Allee sogar bis 2029.

Immer wieder Köpenick: Die Baustelle an der Bahnhofstraße gehört für viele Autofahrer zu den nervigsten Baustellen der Stadt.
Immer wieder Köpenick: Die Baustelle an der Bahnhofstraße gehört für viele Autofahrer zu den nervigsten Baustellen der Stadt.Gerd Engelsmann

Stress gibt es natürlich auch weiterhin in Köpenick, wo die Bahnhofstraße für viele Autofahrer schon seit Jahren ein riesiges Ärgernis ist. Weil der komplette Bahnhof schon seit Jahren umgebaut wird, kommt es hier immer wieder zu Staus und Sperrungen. Vor allem zwischen dem Bahnhof Köpenick und der Friedrichshagener Straße staut sich immer wieder der Verkehr. Laut Plan sollen die Arbeiten an dem Großprojekt erst im Februar 2028 abgeschlossen werden.

Lange Einschränkungen gibt es für Autofahrer auch in Lichtenberg auf der Hansastraße in beiden Richtungen zwischen Indira-Gandhi-Straße und Buschallee. Hier werden Arbeiten am Fernwärmenetz durchgeführt, deshalb ist die Fahrbahn in beiden Richtungen auf einen Fahrstreifen verengt und verschwenkt.

Am 13. März haben die Arbeiten begonnen – und laut aktueller Information der Verkehrsinformationszentrale sollen sie genau am 31. Dezember 2026 abgeschlossen sein. Das wäre eine Überraschung für das neue Jahr, über die sich betroffene Autofahrer sehr freuen würden. Kommen Sie auch heute gut durch den Berliner Verkehr!