Ein Jahr lang war für Spaziergänger im Schlosspark Schönhausen in Berlin Pankow Schluss mit Kaffee und Kuchen. Zumindest im beliebten Café „Petit Palais“. Das machte im Mai 2025 dicht. Seitdem durften nur noch Bundeswehr-Mitarbeiter in der Kantine essen. Jetzt die überraschende Wende: Das Lokal öffnet wieder für alle – und tritt unter neuem Namen an.
Wie der Tagesspiegel berichtet, soll das frühere „Petit Palais“ schon an diesem Wochenende zurückkehren. Der neue Name: „Schönhäuschen“. An diesem Wochenende findet das Kunstfest im Pankower Schlosspark statt, es wird mit vielen Besuchern gerechnet.
Bundeswehr-Kantine wird wieder öffentlich
Zu diesem Anlass macht die Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) den Außenbereich ihrer Kantine auf. Ein Sprecher bestätigt gegenüber dem Tagesspiegel: Es gibt wieder Speisen und Getränke für alle Parkbesucher.
Das Café liegt mitten im Schlosspark Pankow – idyllisch, aber politisch heikel. Denn das Gebäude gehört der Bundeswehr, die auf dem Gelände ihre Akademie betreibt. Nach einen Streit mit dem vorherigen Pächter war die Kantine für die Öffentlichkeit geschossen worden.

Langer Streit, neue Lösung
Dabei war „Petit Palais“ im Schlosspark jahrelang eine feste Größe im Kiez. Doch 2025 eskalierte ein Dauerstreit zwischen der Bundeswehr und den Pächtern. Schnell war jedoch ein Nachfolger gefunden, Gastronom Jens Hahn führt die Kantine, allerdings bisher nur intern für die Bundeswehr.
Jetzt dürfen wieder Zivilisten rein
Damit ist nun Schluss. Hahn kündigt an, das „Schönhäuschen“ auch für normale Gäste zu öffnen – zunächst aber nur sporadisch.
„Leider können wir im Augenblick keine festen Öffnungszeiten realisieren“, erklärt Hahn. „Aber wir probieren es punktuell im Sommer aus und sind auch offen für Veranstaltungen.“
Langfristig könnte es wieder ein reguläres Park-Café geben. Hahn betont jedoch, dies müsse sich wirtschaftlich lohnen. Im Vordergrund steht der Kantinenbetrieb für die Bundeswehr.
Man wolle den Parkbesuchern gern dauerhaft ein gastronomisches Angebot machen, sagt Hahn, „es muss sich für unsere Betriebsgröße aber rechnen. Deshalb experimentieren wir erst einmal und schauen, wie das Angebot angenommen wird.“


