Am ehemaligen Güterbahnhof Köpenick soll etwas Großes entstehen: ein Stadtquartier, das eine große Menge an Wohnraum bieten soll. Einige Berliner hatten gegen das geplante Projekt protestiert. Nun wurde ein Machtwort gesprochen.
Oberverwaltungsgericht stimmt für neues Wohnquartier
Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat entschieden, dass die Stadt Berlin den ehemaligen Güterbahnhof in Köpenick zu Recht als Gebiet für eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme ausgewiesen hat. Diese Entscheidung bezieht sich auf eine Verordnung aus dem Jahr 2020, die 2022 zuletzt geändert wurde.
Mehrere Grundstückseigentümer im betroffenen Gebiet hatten gegen die Verordnung geklagt. Sie wollten prüfen lassen, ob die Regelung überhaupt gültig ist. Nach der mündlichen Verhandlung am im Februar kam das Gericht jedoch zu dem Schluss: Die Stadt hat sich an die gesetzlichen Vorgaben gehalten, insbesondere an die Vorschriften des Baugesetzbuchs.

Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, freut sich: „Das Urteil ist eine gute Nachricht für alle Menschen, die in Berlin eine neue Wohnung suchen. Es gibt abschließende Rechtssicherheit für die weitere zügige Planung und Durchführung der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme für eines unserer 24 neuen Stadtquartiere.“
Neues Zuhause für mehr als 3600 Berliner
Gaebler erklärt, wie die Pläne für den stillgelegten Güterbahnhof Köpenick aussehen: „Hier entsteht ein innovativer und klimaneutraler Wohn- und Gewerbestandort mit 1800 Wohneinheiten, zwei Schulstandorten und sozialer Infrastruktur. Das bedeutet ein neues Zuhause für mehr als 3600 Berlinerinnen und Berliner.“

Gaebler verspricht bezahlbare Mieten, „denn 40 Prozent der neuen Wohnungen werden mietpreis- und belegungsgebunden sein und somit an Mietende mit WBS vergeben.“ Weiter freut sich der Senator: „Zusätzlich kann jetzt die Entwicklung der Ostumfahrung Bahnhofstraße starten. Sie ist als Erschließung für das neue Quartier geplant, die gleichzeitig die Altstadt entlasten soll.“
Die Geschichte des Güterbahnhofs
Der ehemalige Güterbahnhof Köpenick, nahe der 1842 eröffneten Strecke Berlin-Frankfurt (Oder) gelegen, war im frühen 20. Jahrhundert ein zentraler Umschlagplatz. Nach Jahrzehnten der Nutzung als Industriefläche liegt das Areal seit den 90er Jahren brach.



