Kinder- und Jugendeinrichtungen wie Jugendclubs sollen dem Nachwuchs einen geschützten Raum bieten – doch in einem beliebten Jugendclub in Marzahn-Hellersdorf mussten die Besucher jetzt den absoluten Horror erleben: Am Freitagnachmittag griffen gegen 17.30 Uhr mehrere Maskierte die Einrichtung an und versprühten Reizgas. 15 Menschen wurden verletzt, die Polizei ermittelt.
Fieser Angriff auf Jugendhaus Bolle in Marzahn
Laut Behörde soll sich der Vorfall am späten Nachmittag zugetragen haben. Beamte des Polizeiabschnitts 32 seien zum Kinder- und Jugendhaus „Bolle“ in der Hohensaatener Straße in Marzahn gerufen worden. Täglich sind dort um die 150 Minderjährige zu Gast.
Zwei bis drei maskierte Menschen sollen laut Berichten in die Räumlichkeiten des Jugendclubs gestürmt sein. Sie hätten ein Kind angesprochen, teilt die Polizei mit. Der kleine Besucher habe daraufhin die Flucht ergriffen. In der Folge fingen die Maskierten an, Reizgas zu versprühen. Danach seien sie auf E-Rollern geflüchtet.

Die furchtbare Bilanz: 15 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 15 Jahren wurden laut Mitteilung der Polizei Berlin verletzt. Das Reizgas soll sich in der Einrichtung ausgebreitet haben – und bei den Betroffenen Reizungen der Augen und der Atemwege verursacht haben. „Die Verletzten konnten alle noch am Ort durch alarmierte Rettungskräfte behandelt werden, teilweise mit Augenspülungen“, so die Polizei weiter. Drei Rettungswagen und ein Notarzt waren im Einsatz.
Polizei ermittelt nach Angriff auf Jugendhaus Bolle
Nun ermittelt ein Jugendfachkommissariat der Polizeidirektion 3 (Ost) zu den Hintergründen. Wer die Täter waren und was das Motiv der Tat war, ist augenblicklich vollkommen unklar. Nutzer auf Facebook sind empört. „Da kann ja noch von Glück reden, dass es nur Reizgas war. Aber wie krank ist diese Welt. Jetzt jagen Kinder schon Kinder“, schreibt eine Frau in einem Kommentar unter einem Beitrag zu dem Angriff. Ein anderer Kommentar: „Da fehlen mir die Worte.“


