Eine Gruppe Linksextremer hat einen Bio-Supermarkt „geplündert“, in der Gartenstraße in Berlin-Mitte. Und feiert sich nun dafür ganz stolz im Internet. In einem Bekennerschreiben auf der linksextremen Plattform Indymedia erklären sie, dass sie die gestohlenen Lebensmittel an „Freund*innen und Genoss*innen“ verteilt und sich „Daniela Klette zum Vorbild genommen“ haben.
Die frühere RAF-Terroristin Klette wurde am 26. Februar in ihrer Wohnung in Kreuzberg festgenommen. Gegen Klette, und ihren mutmaßlichen Komplizen Staub und Garweg bestehen Haftbefehle wegen des Verdachts der Beteiligung an Terroranschlägen. Sie wurden beziehungsweise werden außerdem wegen mehrerer Raubüberfälle gesucht. Zwischen 1999 und 2016 sollen sie Geldtransporter und Supermärkte in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen überfallen haben. Ihnen wird auch versuchter Mord vorgeworfen. Klette, Garweg und Staub waren vor mehr als 30 Jahren untergetaucht.
Linksextreme meinen, sie hätten Biomarkt in Berlin geplündert
Das Vorgehen der Polizei gegen die RAF-Terroristen sehen die Linksextremen als „einen Millionen-Einsatz, um drei RAF-Rentner aufzustöbern, denen einzig vorgeworfen wird, dem Rentensystem nicht zur Last gefallen zu sein“ und forderten „Freiheit für Daniela Klette!“. Laut B.Z. hat die Polizei bestätigt, dass mehrere Personen am Abend des 7. März den Biomarkt in der Gartenstraße betreten haben sollen und dann verschiedene Lebensmittel mitgehen ließen. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.


