Autos vermieten? Von wegen. Was nach einem harmlosen Geschäft klang, soll in Wahrheit ein ausgeklügeltes Kokain-Liefersystem gewesen sein. In Berlin und Brandenburg hat die Polizei bei einer Razzia mehrere Wohnungen durchsucht und machten dabei erstaunliche Funde.
31-Jähriger hatte Schein-Autovermietungen
Im Visier der Ermittler stehen mehrere Männer im Alter von 31 bis 38 Jahren. Sie sollen Beihilfe zum Handel mit Betäubungsmitteln geleistet haben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen.
Im Zentrum der Ermittlungen steht ein 31-Jähriger, der gleich mehrere Autovermietungen betrieben haben soll, allerdings nur zum Schein! Mit den Fahrzeugen sollen Kokainlieferungen quer durch Berlin organisiert worden sein. Für die Gründung der angeblichen Vermietungen soll er falsche Personalien aus dem Ausland genutzt haben.

Silber im Wert von 33.000 Euro entdeckt
Bei der Razzia klickten die Handschellen: Einer der Beschuldigten wurde festgenommen und soll einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Doch das war längst nicht alles. In den insgesamt sechs durchsuchten Wohnungen machten die Beamten brisante Funde. Neben einem Sturmgewehr und einer weiteren Langwaffe entdeckten sie zwei scharfe Pistolen sowie zwei Schreckschusswaffen. Dazu fanden die Beamten auch passende Munition in größerer Menge.
Auch darüber hinaus stießen die Ermittler auf mutmaßlich illegale Besitztümer: Mehr als 30 Ausweise aus verschiedenen europäischen Ländern, rund 15 Kilogramm Silberbarren im Wert von aktuell rund 33.000 Euro und etwa 8000 Euro Bargeld wurden sichergestellt.
Die Ermittlungen dauern an. Die Behörden prüfen nun, wie weit verzweigt das Netzwerk tatsächlich ist – und ob noch weitere Beteiligte im Hintergrund agieren.



