Im Oktober waren Eltern, Lehrer und Schüler entsetzt: Der Berliner Senat hatte Zuschüsse für die Klassenfahrten an Berliner Schulen eingefroren. Die Kosten, die Lehrern normalerweise für eine Klassenfahrt erstattet werden, sollten vorerst nicht mehr übernommen werden. Neue Klassenreisen buch: verboten. Proteste inklusive eines Brandbriefes der Eltern waren die Folge. Nun soll das Geld wieder fließen - aber es gibt diverse Bedingungen, die vor allem nach einem klingen: jeder Menge zusätzlicher Bürokratie.
Ab dem 1. Dezember bekommen Berliner Schulen wieder Zuschüsse für Klassenfahrten. Das geht aus einem Schreiben der Bildungsverwaltung an die Schulleitungen aller öffentlichen Berliner Schulen hervor.
Verbunden mit der Buchung neuer Klassenfahrten sind nun allerdings einige Bedingungen: So muss ein Schulbudget, das zugewiesen wird, eingehalten werden - ebenso wie ein bezirkliches Gesamtbudget.
Jede Schule bekommt ein Budget
Das Schulbudget soll sich unter anderem an Schulart und Schülerzahl orientieren. Die Höhe soll den Schulen Anfang Dezember mitgeteilt werden. Aus diesem Budget sollen dann die Dienstreisekosten erstattet werden.
Zudem gibt es ein bezirkliches Gesamtbudget. Sei dieses ausgeschöpft, könnten Klassenfahrten im Zusammenhang mit entstehenden Dienstreisekosten „nicht genehmigt werden“, heißt es von der Senatsbildungsverwaltung.
Nun hätten einige Schulen bereits „zahlreiche Fahrten und Dienstreisekosten genehmigt und dadurch ihr Budget deutlich überschritten“, heißt es - was wiederum bei dem Geld abgehe, der im Bezirk zur Verfügung steht. „Für andere Schulen, die bisher unterhalb ihres Budgets geblieben sind, können dadurch Einschränkungen entstehen“, schreibt die Bildungsverwaltung. „Wir sind uns bewusst, dass dies eine schwierige und herausfordernde Situation für alle betroffenen Schulen darstellt (...).“
Schulen, die jetzt bereits Fahrten gebucht haben, die das Budget überschreiten, sollten daher eine kostenfreie Stornierung oder eine Verschiebung prüfen.



