In gefrorenen Gewässern

Tote Fische tauchen überall in Berlin auf - das ist der Grund!

Tote Fische tauchen plötzlich in vielen Berliner Gewässern auf. Hinter dem traurigen Anblick steckt ein natürlicher Wintereffekt.

Author - Sebastian Krause
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Ein Fisch ist im Eis des zugefrorenen Karpfenteichs im Stadtteil Pankow zu sehen (Archivbild).
Ein Fisch ist im Eis des zugefrorenen Karpfenteichs im Stadtteil Pankow zu sehen (Archivbild).Jörg Carstensen/dpa

In vielen Berliner Gewässern zeigt sich dieser Tage ein trauriges Bild. Durch das Tauwetter treiben plötzlich tote Fische an die Oberfläche. Was für Spaziergänger alarmierend aussieht, ist laut Umweltverwaltung jedoch ein natürlicher Wintereffekt.

Gefrorene Gewässer haben wenig Sauerstoff

Der Grund: Während der eisigen Tage waren Seen und Teiche in der Hauptstadt komplett zugefroren. Vor allem in kleineren Gewässern führte das zu Sauerstoffmangel – für manche Fische tödlich.

Tote Funde direkt beim Fischereiamt melden

„Der Vorgang ist bedauerlich und auch kein schönes Bild, aber ein natürlicher Vorgang“, heißt es von der Umweltverwaltung. Maßnahmen, um das zu verhindern, seien nur begrenzt möglich und könnten die Tiere in ihrer Winterruhe sogar zusätzlich stressen.

Jetzt, wo das Eis schmilzt, kommen die toten Tiere zum Vorschein. Die Umweltverwaltung bittet Berlinerinnen und Berliner darum, Funde direkt beim Fischereiamt zu melden, damit die Tiere schnell eingesammelt werden können.

Welche Folgen hat das Fischesterben in Berlin?

Hat das Fischsterben langfristige Konsequenzen? Gewässer und Fischbestände würden sich nach einem witterungsbedingten Sauerstoffmangel ökologisch relativ schnell wieder erholen, erklärt die Verwaltung.

Je nachdem, wie viele Fische tot seien, würden später zum Teil auch neue Fische von natürlich vorkommenden Arten in das Gewässer gelassen.

Wie ist Ihre Meinung dazu? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com