Der mutmaßliche Attentäter vom Berliner CSD - er ist tot! Am Abend gelang der Polizei bei der Fahndung nach Abdul Ballout der Zugriff. In einer Gartenkolonie in Spandau kam es zu einem Großeinsatz der Polizei, auch ein SEK war vor Ort. Eine Laube wurde umstellt, der mutmaßliche Attentäter Abdul Ballout erschossen. Die Senatsinnenverwaltung bestätigte das am Abend.
Abdul Ballout soll in Menschenmenge gefahren sein
Sie haben ihn! Am Abend bestätigte die Senatsinnenverwaltung den Tod des mutmaßlichen CSD-Attentäters Abdul Ballout. Am Abend umstellte die Polizei laut Berichten eine Gartenlaube in einer Kleingartenkolonie in Spandau. Augenzeugen berichteten von schwerbewaffneten Polizisten, die den Einsatz durchführten.

„Hier ist es gegen 18 Uhr zum Zugriff durch unser Spezialeinsatzkommando gekommen“, sagte Polizeisprecher Florian Nath am Abend. Der Tatverdächtige ist mit einer Stichwaffe bewaffnet auf die Einsatzkräfte zugelaufen, daraufhin hätten die Polizisten das Feuer eröffnet. Der Notarzt habe noch versucht, Ballout zu reanimieren, doch das sei nicht mehr gelungen.
Augenzeugen schilderten gegenüber dem KURIER die Momente kurz vor dem Zugriff. Die Polizei sei in die Kleingartenanlage gekommen und habe den Laubenpiepern zu verstehen gegeben, dass sie sich auf ihre Grundstücke zurückziehen sollen, sagten zwei Kleingärtnerinnen, die seit Jahren eine Parzelle in der Anlage haben. Dann kam es zum Einsatz, den der Attentäter vom Berliner CSD nicht überlebte. die Damen hätten nur noch gehört, wie jemand „Auf den Boden!“ rief.
Um 18.34 Uhr erlag Ballout seinen Verletzungen. Augenzeugen berichteten davon, zuvor mehrere Maschinengewehr-Schüsse gehört zu haben. BILD zitiert auch Berlins Innensenatorin Iris Spranger, die bereits mit der Polizei über den Einsatz gesprochen haben soll: „Ich bin den Sicherheitsbehörden dafür dankbar, dass der Attentäter so schnell aufgefunden wurde. Das ist eine großartige Leistung.“

Der 21-Jährige Abdul Ballout stand unter dringendem Tatverdacht, am Samstag den Angriff auf den Berliner Christopher Street Day verübt zu haben. Er soll mit einem weißen Kleinbus in eine Menschenmenge gefahren sein. Bei dem Anschlag starb eine Frau, mindestens 29 Menschen wurden teils lebensgefährlich verletzt.
Abdul Ballout griff Passanten mit Machete an
Das Auto wurde von einem Baum gestoppt. Ballout soll daraufhin ausgestiegen sein und mit einer Machete nach Passanten geschlagen haben. Anschließend floh er. Schon am frühen Sonntagmorgen veröffentlichte die Polizei Bilder des Mannes verbunden mit der Warnung, ihn nicht anzusprechen, sondern bei einer Sichtung die Behörden zu informieren.
Unklar ist bisher, wie die Behörden auf die Spandauer Gartenlaube aufmerksam worden. Möglich ist, dass Hinweise aus der Bevölkerung oder sogar aus dem unmittelbaren Umfeld von Abdul Ballout zu seiner Ergreifung führten. Berichten zufolge seien Stunden zuvor Polizisten in Spandau zusammengezogen worden. Gegen 15 Uhr sei die Kleingartenanlage umstellt und weiträumig abgesperrt worden. Offenbar wusste man also, wo sich Ballout befindet – und der Zugriff war nur eine Frage der Zeit.



