Blindgänger-Alarm! Bei einer systematischen Munitionssuche im Potsdamer Stadtwald sind fünf Weltkriegsbomben gefunden worden. Das teilte die Stadt am Donnerstag mit.
An diesen Orten befinden sich die fünf Weltkriegsbomben
Drei Bomben seien im Wildpark West entdeckt worden: eine 250 Kilogramm schwere sowjetische Fliegerbombe und zwei kleinere mit je 25 Kilogramm. Zwei weitere 250-Kilogramm-Fliegerbomben amerikanischer Herkunft kamen laut Stadt im Forst an der Michendorfer Chaussee zum Vorschein. Sprengmeister Mike Schwitzke und sein Team vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Brandenburg sollen die Entschärfungen übernehmen.
Große Bombe soll am 21. April entschärft werden
Die große Bombe im Wildpark soll am Dienstag (21. April) entschärft werden. Die beiden kleineren werden kontrolliert gesprengt. Die zwei Bomben an der Michendorfer Chaussee seien für Donnerstag (23. April) vorgesehen. Ab jeweils 8.30 Uhr richten die Behörden Sperrkreise ein, so die Stadt weiter.
Am Dienstag gelte ein Radius von 1000 Metern rund um den Fundort im Wildpark. Wohnhäuser liegen nicht im Sperrbereich, das Waldgebiet nordwestlich der Zeppelinstraße bleibe aber für mehrere Stunden gesperrt. Die B1 sei durchgehend befahrbar, die Bahnlinie RB 22 werde umgeleitet. Wer dort unterwegs ist, muss also vor allem im Waldgebiet mit Stopps rechnen.

Wohngebiete und Gewerbebetriebe im Sperrkreis
Deutlich härter trifft es Potsdam am Donnerstag: Die B2 (Michendorfer Chaussee) wird zwischen dem Abzweig Brauhausberg und der Nesselgrundbrücke vollständig gesperrt – für Pkw, Fahrräder und Fußgänger.
Wohngebäude und Gewerbebetriebe im Sperrkreis müssen laut der Stadt evakuiert werden, auch der Sowjetische Friedhof liegt im gesperrten Bereich. Aus dem Rathaus heißt es außerdem, dass die Vollsperrungen jeweils bis zur offiziellen Entwarnung gelten.




