Bei Rot über die Ampel, falsch geparkt oder zu schnell unterwegs: Die Berliner Bußgeldstelle hat im vergangenen Jahr kräftig abkassiert. Mehr als 118,9 Millionen Euro flossen durch Bußgeldbescheide in die Landeskasse. Und es könnte sogar noch mehr sein, meint die Gewerkschaft der Polizei (GdP).
Die Einahmen steigen rasen
Für die GdP ist und bleibt die Bußgeldstelle „die Goldgrube der Hauptstadt“, wie Gewerkschafts-Sprecher Benjamin Jendro sagt. Die Einnahmen durch Knöllchen steigen rasant. Im Jahr 2024 lagen sie noch mit rund 112,4 Millionen Euro satte sechs Millionen Euro unter dem aktuellen Wert.
Hoher Anstieg bei Temposündern
Besonders stark gestiegen ist die Zahl der Raser. Nach der Statistik wurden 977.664 Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert, im Jahr zuvor waren es 850.643. Die Gewerkschaft der Polizei glaubt, dass vor allem neue Kontrollmethoden für den Anstieg sorgten.

Mobile Blitzer bringen Millionen Euro
„Mobile und flexible Kontrollmöglichkeiten sind der richtige Weg“, sagte GdP-Sprecher Benjamin Jendro. Die Gewerkschaft sieht darin auch den Grund für einen Rückgang bei Rotlichtverstößen. Während 2024 noch 24.342 Fälle gezählt wurden, waren es im vergangenen Jahr 19.290. Mobile Blitzer seien damit offenbar effektiver als fest installierte Anlagen.
Und offenbar könnte Berlin Autofahrer noch öfter zur Kasse bitten. Denn die Polizeigewerkschaft beklagt massive Engpässe beim Personal. Jendro: „Wir haben eine wachsende Anzahl an Ordnungswidrigkeiten in Berlin, aber einen nahezu unveränderten Personalkörper.“


