Falschparken wird deutlich teurer. dpa/Sebastian Gollnow

Das Auto nur mal eben schnell im Parkverbot abgestellt und schon hat man ein Knöllchen. Viele Autofahrer ärgern sich zwar im Nachhinein über einen Strafzettel, das im Normalfall eher geringe Bußgeld von 15 Euro hat aber keine wirklich abschreckende Wirkung. Das soll in Berlin bald anders werden. Wie die Senatsinnenverwaltung am Dienstag mitteilte, sollen für falsches Parken künftig Strafen von bis zu 110 Euro verhängt werden.

In der Senatssitzung ging es unter anderem um den Bericht zu den Aktivitäten der Polizei Berlin, der bezirklichen Ordnungsämter sowie der Senatsverkehrsverwaltung gegen verkehrswidriges Halten und Parken. Demnach bearbeitete die Polizei Berlin im Jahr 2020 mehr als 473.000 Anzeigen im ruhenden Verkehr. Der Senat teilte weiter mit: „Hinzu kommen etwa 1,9 Mio. Anzeigen der bezirklichen Ordnungsämter.“

Wie hoch sind die Kosten, wenn der Abschleppwagen gerufen wird?

Neu ist künftig, dass Mitarbeiter der Ordnungsämter, die bisher nur mit den Aufgaben der Parkraumüberwachung betraut sind, „zukünftig auch Fahrzeuge, die regelwidrig parken, umsetzen können“, hieß es am Dienstag weiter. Die bei der Polizei Berlin ansässige Bußgeldstelle „veränderte ihre Prozesse bereits dahingehend, die Auftragsgebiete für Abschleppunternehmen zu verkleinern, um Fahrtwege und somit die Einschreitzeit zu verkürzen“.

Falschparken in BerlinBVG schleppte voriges Jahr fast 6000 Fahrzeuge ab

Doch auch ohne Abschlepper wird es künftig teuer für Falschparker, es wurden laut Senatsmitteilung neue Sanktionen beschlossen. So soll der allgemeine Halt- und Parkverstoß statt bisher mit bis zu 15 Euro künftig mit einem Verwarnungsgeld von bis zu 55 Euro geahndet werden. Und das Bußgeld für verbotswidriges Parken auf Geh- und Radwegen sowie das unerlaubte Halten auf Schutzstreifen und das Parken und Halten in zweiter Reihe soll auf bis zu 110 Euro angehoben werden.