Großaktion mit viel Blaulicht und etlichen Beamten in Berlin. Es gab in der Nacht zu Donnerstag Durchsuchungen in einigen Barbershops, Spätis, Cafés und Autovermietungen. Was steckt dahinter? Was wurde gefunden? Der KURIER hat mit der Berliner Polizei gesprochen und kann die wichtigsten Fragen beantworten.
Razzia an acht Standorten in Berlin
Einige Berliner haben die stadtweiten Durchsuchungen mit Sicherheit mitbekommen. Mit viel Aufsehen und ohne Vorankündigung sind Polizisten in voller Schutzausrüstung am Mittwochabend in mehrere Geschäfte gestürmt. Ein Polizeisprecher erklärt gegenüber dem KURIER: „Das war ein Verbundeinsatz mehrerer Behörden, des Hauptzollamts Berlin, des Finanzamts, der Polizei und der Ordnungsämter.“
„Es wurden mehrere Überprüfungen durchgeführt an acht Standorten“, wie der Sprecher erklärt. Darunter in der Lipschitzallee und Johannisthaler Chaussee in Gropiusstadt, in der Neuköllner Hermannstraße und in Alt-Moabit.

Der Einsatz begann gegen 19 Uhr am Mittwoch und dauerte bis in die Nacht zu Donnerstag, gegen 1.30 Uhr. Auf die Frage hin, ob es einen konkreten Anlass für die Razzia gab, antwortete der Sprecher lediglich: „Solche Kontrollen finden regelmäßig statt. Es wird überprüft, ob hier alle Vorschriften eingehalten werden.“
Drogen, Messer und Glücksspielautomaten gefunden
Und die Beamten sind fündig geworden! „Bei der Kontrolle einer Autovermietung in der Hermannstraße wurde durch das Finanzamt ein Fahrzeug sichergestellt“, berichtet der Polizeisprecher dem KURER. In einem Lokal in der Lipschitzallee wurde ein „Verstoß gegen die Gewerbeverordnung“ festgestellt.

„In einem Café in Alt-Moabit hat man Betäubungsmittel sowie ein Messer gefunden und sichergestellt. Außerdem hat man Glücksspielautomaten beschlagnahmt, die ohne Zulassung waren“, schildert der Polizeisprecher. Verhaftungen habe es keine gegeben. Polizei, Zoll, Finanzamt und Co. werden nun ihre Funde auswerten und ermitteln.




