Berlin kann einfach keine Rolltreppen. Das zeigt sich in der Hauptstadt immer wieder. Immerhin wird die schlimmste von ihnen am Bahnhof Friedrichstraße momentan repariert. Doch was gerade am Hauptbahnhof und am Südkreuz los ist, ist einfach nur peinlich für eine Metropole.
330.000 Fahrgäste pro Tag müssen Treppen steigen
Am Mittwoch stand an zwei kritischen Bahnhöfen in Berlin plötzlich der Großteil der Rolltreppen still. Mehr als 50 Fahrtreppen musste die Deutsche Bahn am Hauptbahnhof und am Südkreuz aus Sicherheitsgründen vom Netz nehmen. Hintergrund der Abschaltung soll ein möglicher Getriebedefekt sein, hieß es Mitte der Woche. Zeugen haben berichtet, dass die Rolltreppen urplötzlich rückwärts gerast seien.
Am Freitag herrscht bei 42 (von 54) Rolltreppen am Hauptbahnhof und zehn (von 20) Rolltreppen am Südkreuz noch immer Stillstand. Denkbar ungünstig, da hier natürlich viele Fahrgäste mit Koffern und Sperrgepäck unterwegs sind!

Allein am Hauptbahnhof sind durchschnittlich 330.000 Reisende pro Tag unterwegs. Da die Fahrstuhl-Infrastruktur nicht darauf ausgelegt ist, den kompletten Rolltreppenverkehr auszugleichen, müssen hier viele Menschen mit ihrem Gepäck Treppen steigen. Dieses unfreiwillige Workout sorgt momentan für ordentlich Unmut. Wie lange soll es noch so weitergehen?
Update: Rolltreppen bleiben vorerst stehen
Die Deutsche Bahn hat inzwischen ein Update zur peinlichen Rolltreppenlage an Berlins Bahnhöfen gegeben. Grund für den Stillstand sei ein „Defekt an einem bestimmten Anlagentyp“, erklärt die Chefin der Personenbahnhöfe bei der Deutschen Bahn, Katja Hüske. Zwei Rolltreppen des Typs seien mitten im Betrieb abrupt stehen geblieben.
Mitarbeiter der Bahn und des Herstellers seien dabei, die Ursachen zu ergründen. Wie lange die Rolltreppen noch stillstehen werden, ist unklar. Die Bahn wolle sich bis Freitagabend ein Lagebild verschaffen und erst dann einen konkreten Zeitplan vorstellen.

„Wir bedauern extrem die Unannehmlichkeiten für alle Reisenden und haben deswegen hier im Bahnhof für Unterstützung gesorgt“, betont Hüske.


