Fast ein Jahr ist es her, dass der chilenische Geschäftsmann Aleph Christian von Fellenberg Palma mitten in Berlin verschwand. Spurlos, ohne Abschied, ohne Erklärung. Und doch sucht die Polizei weiter. Jetzt rückten erneut Taucher an, um einen Teich im Tiergarten abzusuchen.
Geschäftsmann verschwand am Osterwochenende 2025
Der Fall begann am 20. April 2025. Der damals 33‑Jährige war seit dem 15. April geschäftlich in Berlin, wohnte im Hilton am Gendarmenmarkt. Am Abend seines Verschwindens verließ er das Hotel gegen 22 Uhr. Und der Chilene tauchte nie wieder auf. Seine Smartwatch wurde später im Tiergarten gefunden, eingeloggt in der Funkzelle an der Siegessäule. Ein Spürhund führte die Ermittler dorthin, doch die Spur endete abrupt.

5000 Euro Belohnung für Hinweise
Besonders rätselhaft: Von Fellenberg ließ im Hotel Wertgegenstände zurück, die man bei einem geplanten Verschwinden eher mitnehmen würde. Es geht um zwei Handys, beide Reisepässe, 2000 Euro Bargeld, eine goldene Rolex. Nur Portemonnaie und Kreditkarten fehlten. Kurz vor seinem Verschwinden schrieb er noch eine WhatsApp an einen Freund. Danach: Funkstille.
Seine Mutter, eine Kunsthistorikerin aus Chile, reiste nach Berlin, suchte wochenlang, verteilte Plakate, organisierte Suchtrupps, gab Interviews. „Meine Intuition sagt mir, dass er verwirrt durch die Stadt läuft und nicht weiß, wer er ist“, sagte sie dem Tagesspiegel. Doch weder die 5000-Euro-Belohnung noch Dutzende Hinweise führten zu einer Spur. Seit Monaten ist kein neuer Hinweis eingegangen.

Die Polizei schließt ein Verbrechen nicht aus, hat aber auch keine Beweise dafür. Alles ist möglich, und genau das macht den Fall so mysteriös.
Die Ermittler hatten auch die Bevölkerung im Vermisstenfall um Mithilfe gebeten und einige Dutzend Hinweise erhalten. Eine heiße Spur war jedoch nicht dabei. Auch die erneute Suche im Tiergarten endete wie bereits am Mittwoch ohne Ergebnis.
„Es wurde nichts gefunden“, bestätigte eine Polizeisprecherin. Doch die Ermittlungen laufen weiter. Die Vermisstenstelle der Polizei gehe der Sache weiterhin intensiv nach, hieß es. Doch die Mutter des Vermissten muss weiterhin in quälender Ungewissheit leben.


