Wasserbetriebe

Berlins Brunnen sprudeln wieder: Doch einige bleiben trocken!

Für viele Berliner heißt es also bald wieder: Ab ans Wasser. Doch so mancher Brunnen bleibt auch in diesem Sommer auf dem Trockenen.

Author - Paula Hitzemann
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Der Brunnen auf dem Clara-Zetkin-Platz (Hellersdorf) sprudelt bei der Eröffnung der Berliner Zierbrunnensaison.
Der Brunnen auf dem Clara-Zetkin-Platz (Hellersdorf) sprudelt bei der Eröffnung der Berliner Zierbrunnensaison.Britta Pedersen

Pünktlich zum Start in den Frühling erwachen Berlins Brunnen wieder zum Leben – doch nicht alle dürfen in diesem Jahr sprudeln. Bei der offiziellen Saisoneröffnung im Bezirk Marzahn‑Hellersdorf gaben die Berliner Wasserbetriebe bekannt, dass bis Mai 184 Zier- und Springbrunnen, Fontänen und Wasserläufe schrittweise wieder in Betrieb gehen.

Franziska Giffey läutet den Start der Berliner Brunnen ein

„Das ist wichtig für das Zusammenleben von fast vier Millionen Menschen hier in der Stadt“, läutet Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD), die zugleich Aufsichtsratsvorsitzende der Berliner Wasserbetriebe ist, den Start ein. Die Anlagen trügen nicht nur zur Abkühlung bei, sondern verbesserten auch Luft- und Lebensqualität in der Stadt.

Franziska Giffey (SPD) ist Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe und Aufsichtsratsvorsitzende der Wasserbetriebe.
Franziska Giffey (SPD) ist Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe und Aufsichtsratsvorsitzende der Wasserbetriebe.Britta Pedersen

Insgesamt betreuen, säubern und warten die Berliner Wasserbetriebe 234 Wasseranlagen – in allen Bezirken außer Mitte. Doch nicht alle können sofort starten: 50 Brunnen werden derzeit langfristig saniert, erklärte Sprecher Stephan Natz. 35 Anlagen bleiben in diesem Jahr komplett trocken, darunter prominente Wahrzeichen wie der Weltkugelbrunnen am Breitscheidplatz („Wasserklops“) oder der Brunnen am Strausberger Platz. Grund sind aufwendige Sanierungen oder laufende Baustellen.

Hohe Kosten für den Brunnenbetrieb

Bevor ein Brunnen überhaupt wieder Wasser führen darf, ist einiges zu tun: Dichtungen, Düsen oder Sicherungen müssen geprüft, manchmal auch Pumpen repariert werden. Nach dem Start werden die Anlagen täglich kontrolliert. Die Kosten für Betrieb, Strom und Wasser belaufen sich laut Wasserbetrieben auf rund drei Millionen Euro pro Jahr.

Besonders viele Brunnen gibt es in Friedrichshain‑Kreuzberg – dort stehen 60 Anlagen, darunter 17 Tiefbrunnen, die Grundwasser fördern. Marzahn‑Hellersdorf folgt mit 38 Wasseranlagen auf Platz zwei.

Neben den bekannten Zierbrunnen gehören zur Berliner Wasser‑Infrastruktur auch 2091 Schwengelpumpen, die im Notfall als Trinkwasserbrunnen dienen, sowie 238 Trinkbrunnen, die ebenfalls von den Wasserbetrieben betreut werden. Wichtig: Getrunken werden darf nur aus ausdrücklich gekennzeichneten Brunnen – aus Zierbrunnen oder Planschen hingegen nicht.

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