Eine angehende Polizistin wurde im Juli wegen Volksverhetzung verurteilt, ein Ausbilder der Berliner Polizeiakademie soll, wie ebenfalls im Juli bekannt wurde, jahrelang junge Polizeianwärterinnen sexuell belästigt haben. Jetzt der nächste Skandal, in dem die Polizeiakademie in Berlin-Spandau im Mittelpunkt steht: Diesmal soll eine der Fachlehrerinnen vor einem Club betrunken gepöbelt und die Türsteher rassistisch beleidigt haben.
Tatort: das Ballhaus Spandau in der Dorfstraße 5. Tatzeit: 7. Juli gegen 1.10 Uhr nachts. Wie Bild berichtet, sollte die Beamtin in dieser Nacht mit Bekannten und Kollegen unterwegs gewesen sein. Bereits so stark alkoholisiert, dass es auch den Türstehern auffiel. Sie verweigerten ihr den Einlass.
Die Polizeilehrerin rammte auf der Flucht mit dem Fahrrad ein geparktes Auto
Daraufhin rastete die junge Frau aus. Sie pöbelte laut herum, wie ein Augenzeuge Bild erzählt. „Sie fasste ständig die Türsteher an und prahlte damit, Lehrerin an der Akademie zu sein.“ Die Security rief schließlich die Polizei – und als Reaktion soll die Polizeibeamtin die Türsteher als „Scheiß Türken“ beschimpft haben, bevor sie mit einem Fahrrad flüchtete.
Doch betrunken, wie sie war, kam sie nicht weit. Erst rammte die Polizeilehrerin ein geparktes Auto, verlor dabei einen Schuh und kam wenig später zurück zum Tatort, wo sie laut Bild von einem Zeugen so lange festgehalten wurde, bis ein Streifenwagen eintraf. Die Beamtin musste danach zur Blutentnahme mit aufs nächste Polizeirevier, durfte anschließend aber gehen.

In den Polizeimeldungen, die die Behörde im Internet täglich veröffentlicht, taucht der Vorfall nicht auf. Weder am 7. noch am 8. Juli. Auch heute will die Polizeipressestelle wegen laufender Ermittlungen nicht sagen, welcher Promillewert bei der Kollegin gemessen wurde.



