Mit neun Jahren Verspätung soll der BER bald eröffnet werden.
Foto: imago images/Rainer Keuenhof

Rund 14 Jahre nach dem ersten Spatenstich hat die Gemeinsame Obere Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg dem BER die Betriebsaufnahme gestattet. Das teilten das brandenburgische Verkehrsministerium und die Flughafengesellschaft mit.

Guido Beermann (CDU), der zuständige brandenburgische Minister für Infrastruktur und Landesplanung sagte, die Behörde habe den BER auf Herz und Nieren geprüft und nun den letzten wichtigen Meilenstein gesetzt. „Nach menschlichem Ermessen steht einer Eröffnung des BER am 31. Oktober 2020 nichts mehr entgegen“, so Engelbert Lütke Daldrup, der Geschäftsführer der Flughafen Berlin Brandenburg (FBB) GmbH.

„Wir konnten nachweisen, dass die gesamte Flughafenanlage und die eingebaute Ausrüstung den Vorgaben entsprechen und ordnungsgemäß funktionieren“, sagte Lütke Daldrup weiter. Die Inbetriebnahme beginnt nach FBB-Angaben am 31. Oktober mit der Eröffnung des Terminals 1. An diesem Tag werden demnach parallel eine Maschine der britischen Fluggesellschaft Easyjet sowie eine Maschine der Lufthansa ankommen.

Am Morgen des 4. Novembers soll die südliche Start- und Landebahn mit der Landung einer Maschine der Qatar Airways in Betrieb gehen. Ab diesem Tag gelten dann laut FBB auch die neuen Nachtflugbeschränkungen des BER. Der Umzug vom Berliner Flughafen Tegel zum BER endet demnach mit dem letzten Flug einer Air France von Berlin-Tegel nach Paris am 8. November 2020.

Der neue Flughafen an der Berliner Stadtgrenze im brandenburgischen Schönefeld sollte eigentlich vor neun Jahren in Betrieb gehen. Wegen Fehlplanungen, Baumängeln und technischer Probleme wurde die Eröffnung jedoch immer wieder verschoben.