Im Norden Berlins kommt auf Pendler eine echte Geduldsprobe zu. Die völlig heruntergekommene Schönerlinder Brücke über dem Autobahnzubringer A114 soll ersetzt werden – aber später als gedacht. Die Autobahn GmbH hat jetzt neue Details verraten, und die klingen nicht gerade nach Entspannung.
Abriss frühestens Mitte 2027 – und das ist nur der Anfang
Eigentlich sollte die Brücke am Autobahndreieck Pankow „irgendwann 2027“ verschwinden. Doch daraus wird nichts. Die Autobahn GmbH bremst die Erwartungen: Der komplizierte Planungsprozess zieht sich mindestens bis ins zweite Quartal 2027. Vorher passiert gar nichts, berichtet der Tagesspiegel.
Ein Sprecher sagt gegenüber dem Blatt: Erst wenn die Planung abgeschlossen ist, könne man überhaupt sagen, wann die Abrissbagger anrollen. Heißt: Rechnet lieber mit Ende 2027 – oder 2028 mit dem Baubeginn.
Brücke aus den 70ern – täglich 15.000 Fahrzeuge betroffen
Das Bauwerk an dem jeder vorbeikommt, der in Richtung Ostsee will, stammt aus dem Jahr 1973 und verbindet Französisch Buchholz und Pankow mit dem nördlichen Berliner Umland. Rund 15.000 Autos quälen sich täglich darüber in Richtung Wandlitz oder Mühlenbecker Land. Seit Oktober 2024 geht das nur noch einspurig, weil die Statik nicht mehr mitspielt. Einsturzgefahr bestehe zwar nicht, aber sicher fühlt sich anders an.
Derzeit steht für beiden Fahrtrichtungen ein einziger Fahrstreifen für beide Richtungen in der Mitte der Brücke zur Verfügung. Die vorhandenen beidseitigen Geh – und Radwege auf der Brücke sind gesperrt und auf die Restbreite der Fahrbahn verlegt.
Von der A114 Richtung Dreieck Pankow kommend ist das Linksabbiegen in Richtung Französisch Buchholz nicht möglich. Autofahrer müssen in Richtung Französisch Buchholz die Abfahrt Bucher Straße nutzen.
Staus, Sperrung und Einschränkungen für Autofahrer
Wie heftig die Einschränkungen werden, weiß aktuell niemand. Die Autobahn GmbH hält sich bedeckt. Ob die A114 für den Abriss zeitweise gesperrt werden muss ist „Teil der finalen Planung“, heißt es. Übersetzt: Kann passieren.
Und selbst wenn der Abriss irgendwann startet – danach erst folgt der Neubau der Brücke. Fertig wird der laut aktuellem Stand nicht vor 2028.
Für Autofahrer bedeutet der dringend nötige Eingriff in die marode Infratsruktur jahrelange Einschränkungen auf einer der wichtigsten Pendlerstrecken im Norden.
