Heute vor 15 Jahren starb Kult-Eisbär Knut mit nur vier Jahren. Sein Leben begann auf eine traurige Weise: Kurz nach der Geburt starb sein Zwilling, auch sein Ziehvater, der Zoo-Pfleger Thomas Dörflein, ist viel zu früh gestorben.
Am Morgen vor seinem Tod schien es Knut gutzugehen
Der 19. März 2011 war ein verhängnisvoller Tag. Noch am Morgen hatte der vierjährige Eisbär Knut ganz normal sein Futter gefressen. Am Nachmittag passierte dann der Horrorunfall: Gegen 15 Uhr bekam Knut einen epileptischen Anfall und stürzte vom Bärenfelsen in den Wassergraben. Er konnte nicht gerettet werden.

Der Anfall war die Folge einer Gehirnentzündung, doch niemand wusste, dass der Eisbär darunter litt.
Doch Knuts kurzes Leben war einzigartig, er wurde als Baby zu einer Weltbekanntheit. Nachdem vier Tage nach seiner Geburt sein Zwilling starb und Mama Tosca den kleinen Knut ablehnte, begann die innigste Freundschaft, die es zwischen Mensch und Eisbär wohl je gab.
Der Zoo-Pfleger Thomas Dörflein kümmerte sich so liebevoll wie ein Vater um den kleinen Knut. Die beiden waren fortan unzertrennlich. Alle vier Stunden gab Dörflein ihm das Fläschchen, später gab es feste Nahrung und dazu performte der Zoo-Pfleger Elvis-Songs auf der Gitarre.
Videos der beiden gingen um die Welt, international waren die Menschen entzückt von diesem kleinen süßen Eisbärbaby. Allein am Osterwochenende im April 2007 (hier war der kleine Knut erst 16 Wochen alt) strömten über 125.000 Besucher in den Berliner Zoo. Alle wollten Knut und Dörflein sehen und erleben.

Knut brachte dem Zoo Millionen-Einnahmen
Der Zoo profitierte enorm. In Knuts erstem Lebensjahr machte das Eisbärbaby ein Plus von mindestens drei Millionen Euro. Eine ungewöhnlich hohe Zahl für ein einzelnes Tier.
Doch im September 2008 kam dann der nächste Schicksalsschlag für den Eisbären. Sein Ziehvater Thomas Dörflein starb im Alter von nur 44 Jahren an einem Herzinfarkt in der Wohnung seiner Geliebten in Wilmersdorf.



