Wetter-Chaos

Unwetter rollen an: Wann die heftigsten Gewitter drohen

Berlin stehen ungemütliche Stunden bevor. Meteorologen warnen vor Starkregen, Sturmböen und Hagel. Jetzt ist klar, wann es brenzlig wird.

Author - Stefan Doerr
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Es wird ordentlich krachen: Die Unwetter bringen Sturm und Starkregen mit.
Es wird ordentlich krachen: Die Unwetter bringen Sturm und Starkregen mit.imagebroker/imago

Der Sommer zeigt Berlin und Brandenburg am Freitag noch einmal seine freundliche Seite. Zumindest am Vormittag! Bis auf 30 Grad klettern die Temperaturen. Doch die Wetterruhe ist trügerisch! Ab welcher Uhrzeit wird es heute am Freitag kräftig krachen?

Unwetterfront mit Sturm und Starkregen rückt an

Denn mit Tief „Cherry“ nähert sich eine kräftige Unwetterfront, die der Region am Nachmittag und Abend Starkregen, Hagel und schwere Sturmböen bringen kann.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ziehen bereits ab Mittag von Südwesten Schauer und Gewitter auf. Im Tagesverlauf steigt die Unwettergefahr deutlich. Möglich sind Starkregen mit bis zu 30 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit, lokal sogar um 40 Liter. Dazu kommen Hagel sowie Sturmböen von bis zu 95 beziehungsweise örtlich sogar 100 Kilometern pro Stunde.

Besonders aufmerksam sollten Berliner und Brandenburger zwischen 13 und 19 Uhr sein. Diesen Zeitraum nennen Meteorologen als wahrscheinlichstes Zeitfenster für die stärksten Gewitter. Die Gewitter können dabei sehr unterschiedlich ausfallen.

Neben heftigen Gewittern ist auch Hagel möglich.
Neben heftigen Gewittern ist auch Hagel möglich.Patrick Pleul/dpa

Während einige Orte nur einen kräftigen Schauer abbekommen, drohen andernorts innerhalb kurzer Zeit heftige Regenmengen, Hagel und gefährliche Sturmböen. Das ARD-Wetterkompetenzzentrum hält regional sogar Regenmengen von bis zu 60 Litern pro Quadratmeter für möglich. Bei besonders intensiven Gewitterzellen könnten solche Mengen sogar innerhalb einer Stunde fallen.

Als besonders gefährdet gilt nach aktuellen Prognosen die östliche Hälfte Brandenburgs. Auch in Berlin können die Gewitter kräftig ausfallen. Autofahrer müssen sich auf schlechte Sicht und Aquaplaning einstellen. Wer sein Auto unter Bäumen parkt, sollte die Wetterentwicklung genau verfolgen.

Die Wetter-Achterbahnfahrt ist aber nicht von langer Dauer. In der Nacht zum Samstag ziehen die Gewitter langsam nach Osten und weiter in Richtung Polen ab. Örtlich kann es zwar noch kräftig regnen, insgesamt beruhigt sich die Lage aber zunehmend.

Nach dem Gewitter kommt der Temperatursturz

Der Preis für die Wetterberuhigung ist allerdings ein spürbarer Temperatursturz. Statt knapp 30 Grad werden am Samstag nur noch 22 bis 25 Grad erreicht. Nach einem wolkigen Start lockert die Bewölkung im Tagesverlauf auf, meist bleibt es trocken. Vor allem in Brandenburg und bis in den Berliner Raum hinein weht jedoch zeitweise ein frischer West- bis Nordwestwind.

Auch der Sonntag bringt keine dauerhafte Rückkehr des Hochsommers. Bei Höchstwerten zwischen 20 und 22 Grad sind erneut Schauer möglich, vereinzelt auch kurze Gewitter. Damit ist der vorläufige Höhepunkt der sommerlichen Hitze erst einmal vorbei.