Winterchaos in der Hauptstadt

Berliner Unfallkrankenhaus arbeitet „am Anschlag“

Das Schlimmste kommt erst noch, doch das Berliner Unfallkrankenhaus ist wegen des Winterchaos bereits jetzt „am Anschlag“. Die Liste der Verletzungen ist lang.

Author - Sebastian Krause
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Das Unfallkrankenhaus in Berlin ist wegen des Wetters und den Folgen der Silvesternacht bereits „am Anschlag“.
Das Unfallkrankenhaus in Berlin ist wegen des Wetters und den Folgen der Silvesternacht bereits „am Anschlag“.Dirk Sattler/imago

Die ersten Folgen des Winterchaos in Berlin sind bereits sichtbar – und werden in den kommenden Tagen wohl noch schlimmer. Seit dem Kälteinbruch mit Dauerfrost und ständigem Schneefall werden im Berliner Unfallkrankenhaus zahlreiche Menschen mit Knochenbrüchen, Platzwunden am Kopf oder Schädelhirntraumata behandelt. Das erklärte Sprecherin Angela Kijewski der Bild-Zeitung.

„Es gibt lange Warteschlangen, wir können nur empfehlen, jedes Risiko zu meiden“, sagte sie. Die Sprecherin empfiehlt daher, Spikes an den Schuhen zu befestigen. Das sorge für besseren Halt.

Kijewski appellierte auch zu mehr Achtsamkeit im Umgang untereinander. „Passen Sie auch auf Ihre Nachbarn auf oder fragen Sie, ob Sie für ältere Menschen Dinge besorgen können, um ihnen den Weg zu ersparen“, sagte die Sprecherin mit Blick auf das aktuelle Wetter in der Hauptstadt.

Eisige Temperaturen, Schnee und Wind werden in den kommenden Tagen die Stadt in Atem halten. Für Freitag sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) deutlich kräftigeren Schneefall voraus: Es können drei bis acht, lokal sogar bis zu 15 Zentimeter Neuschnee fallen. Durch Böen sind auch Schneeverwehungen möglich. Der DWD sagt angesichts der Wetterlage glatte Straßen und winterliche Verkehrsbehinderungen voraus.

Auch die Folgen der Silvesternacht sind noch zu spüren

Das Wetter ist aber nicht der einzige Grund, warum das Krankenhaus seit Tagen alle Hände voll zu tun hat. Auch die Folgen der Silvesternacht und zahlreiche Bölleropfer wirken sich noch massiv aus. „Wir sind am Anschlag“, sagte Kijewski.

In der Charité gab es derweil nur einen leichten Anstieg der Patientenzahlen aufgrund von Stürzen durch Glatteis. „Im Gegensatz zur Glätte nach Weihnachten sind viele Menschen offenbar gut informiert und vorsichtiger. Wir rechnen dennoch mit Verletzten, die nun infolge der kommenden ungemütlichen Witterung versorgt werden müssen“, sagte Charité-Sprecher Markus Heggen.

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