Aus der Traum! Für Derrick Köhn wird die Weltmeisterschaft 2026 nur vor dem Fernseher stattfinden. Der linke Schienenspieler des 1. FC Union Berlin wurde überraschend nicht in den WM-Kader Ghanas berufen – obwohl er noch im März gegen Deutschland glänzte. Dienstag machte der Verband die Entscheidung offiziell. Für Köhn bleiben Frust und die Erkenntnis, dass ihm der Trainerwechsel bei Union im April ganz und gar nicht gutgetan hat.
Köhn debütierte erst vor einem halben Jahr
Besonders bitter: Erst im vergangenen November hatte der gebürtige Hamburger sein Debüt für das Heimatland seiner Eltern gefeiert. Seitdem arbeitete Köhn mit aller Kraft auf die WM in den USA, Mexiko und Kanada hin. Beim 1:2 im Testspiel gegen die DFB-Elf bereitete er den zwischenzeitlichen Ausgleich stark vor und schien das Ticket schon fast sicher zu haben. Nichts schien ihn in dieser Phase aufhalten zu können.

Doch dann kam der Trainerwechsel – und das Aus! Der neue Ghana-Coach Carlos Queiroz, der fast zeitgleich zum Trainerwechsel bei Union Vorgänger Otto Addo abgelöst hatte, verzichtet auf den 27-Jährigen. Ein harter Schlag für Köhn, dessen WM-Hoffnung damit schmerzhaft zerplatzt.
Baumgart setzte noch voll auf Köhn
Ganz überraschend kommt die Entscheidung allerdings nicht. Denn auch bei Union Berlin lief es zuletzt überhaupt nicht mehr für den Schienenspieler. Während Ex-Coach Steffen Baumgart noch voll auf Köhn setzte, spielte er unter Nachfolgerin Marie-Louise Eta praktisch keine Rolle mehr. Gerade einmal 52 Minuten stand er in den letzten fünf Bundesliga-Partien auf dem Platz – viel zu wenig für eine WM-Nominierung. Tom Rothe bekam auf der linken Seite den Vorzug. Beim Saisonfinale gegen Augsburg fehlte Köhn gesperrt.


