Der 1. FC Union Berlin holt beim 2:2 (1:2) in Leipzig einen wichtigen Punkt – und sorgt gleichzeitig für ein bemerkenswertes Auswärtsspiel. Rund 500 Fans aus Köpenick reisen mit und übernehmen nach einer typischen eisernen Protestaktion die Stimmung im Stadion. Am Ende wirkt das Spiel für viele Unionerinnen fast wie ein Heimspiel.
15 Minuten Stille – dann explodiert die Union‑Kurve
Wenn RB Leipzig und der 1. FC Union Berlin aufeinandertreffen, prallen meist zwei Welten aufeinander. Tabellarisch sind beide Teams Nachbarn. In der Fußballkultur liegen sie jedoch weit auseinander. Das gilt nicht nur für die Männer, sondern auch für Unions Frauenteam in der Bundesliga.

Beim 2:2 (1:2) in Leipzig wurde dieser Unterschied erneut sichtbar. 1358 Zuschauer kamen ins Stadion. Rund 500 davon reisten aus Berlin an. Für ein Auswärtsspiel der Union-Frauen eine beachtliche Zahl. Zum Vergleich: In der Alten Försterei verfolgen im Schnitt 7260 Fans die Heimspiele der Aufsteigerinnen. Champions-League-Niveau.
1358 Zuschauer, 500 aus Berlin: Auswärts wird heimisch
Der eiserne Anhang machte sich also bemerkbar. Zunächst mit einer tpyischen Union-Aktion. 15 Minuten Stille aus Protest gegen das RB-Konstrukt und gegen die Entwicklung im modernen Fußball. Kein Gesang, keine Trommeln.

Danach änderte sich die Atmosphäre schlagartig. Die Union-Anhänger übernahmen akustisch das Kommando. Gesänge hallten durch das Stadion, Fahnen wehten im Gästeblock. Über weite Strecken war die Köpenicker Kurve deutlich lauter als die Leipziger Fans. Aus dem Auswärtsspiel wurde plötzlich ein Heimspiel.
2:2 in Leipzig: Wichtiger Punkt für Unions Frauen
Auf dem Platz entwickelte sich parallel ein intensives Bundesliga-Duell. Leipzig ging früh in Führung, Union kämpfte sich zurück und drehte das Spiel zwischenzeitlich. Am Ende stand ein 2:2, mit dem beide Teams im engen Tabellenmittelfeld leben müssen.
Für Union ist der Punkt im ersten Bundesliga-Jahr wichtig. Die Mannschaft von Trainerin Ailien Poese hält Abstand zu den direkten Verfolgern und bleibt im Rennen um eine stabile Platzierung im Tabellenmittelfeld.


