Unions neuer Flügelspieler: Keita Endo aus Japan. imago-images/Contrast

Keita Endo schmunzelt, als sein Übersetzer Jumpei Yamamori ihm die ihm gestellte Frage ins Japanische überträgt, wie er denn gerne seine Freizeit verbringe. "Tatsächlich", antwortet der Neuzugang des 1. FC Union, "gehe ich auch sehr gerne angeln. Ich weiß nicht, ob ich mal zusammen mit Urs Fischer angeln werde, aber auf jeden Fall können wir uns ein wenig darüber unterhalten."

Nun hat der 22-Jährige freilich nicht den langen Weg aus Yokohama nach Köpenick genommen, um in den Seen des Berliner Speckgürtels auf Hecht und Barsch zu fischen. Viel mehr will sich der Fernost-Flügelflitzer im Team der Eisernen und schließlich auch in der Bundesliga einen Namen machen. "Ich wollte immer gerne im Ausland spielen und die Bundesliga war eine Herausforderung, die ich gar nicht ablehnen konnte", erklärt er, betont aber, dass nach seinem Trainingsrückstand vor allem das Erlernen der Fischer'schen Spielphilosophie Priorität hat.

Dabei helfen laut Endo auch die Teamkameraden so gut sie können. "Die Jungs haben mich hier sofort integriert. Mit Christopher Lenz war ich auf Wohnungssuche, jetzt habe ich eine schöne Bleibe in der Innenstadt gefunden", verrät der Japaner, der zwar ein Auto besitzt, sich aufgrund des Linksverkehrs im Heimatland aber erst einmal an die Berliner Fahrgegebenheiten gewöhnen will. Für's erste chauffieren ihn deshalb Lenz und Cedric Teuchert.

Vom Verkehr abgesehen gefällt es Unions Neuzugang in Berlin aber schon richtig gut: "Als ich die Menschen am Wochenende an der Spree entspannen und sonnenbaden gesehen habe, hatte ich den Eindruck, dass die Berliner sehr glücklich leben", vermutet Endo, der selbst auch in Berlin glücklich werden will: "Ich will mich hier beweisen und über mein Leihjahr hinaus hier bleiben." Dann nimmt ihn Urs Fischer sicher auch mal mit zum Angeln.