Aufschwung Ost: Marvin Friedrich ist ein Sinnbild für den Höhenflug des 1. FC Union.  Foto: Imago/Hartenfelser

Dass Marvin Friedrich – neben Robert Andrich – zum Tafelsilber in Köpenick gehört, ist ja kein großes Geheimnis. Auch das Interesse mancher Bundesligisten verwundert nicht. Friedrich wird wohl im Sommer auf den Markt kommen, so er nicht vorzeitig seinen bis 2022 laufenden Vertrag bei den Eisernen verlängert. Neu hingegen ist jetzt, dass der 25-Jährige eine Ausstiegsklausel besitzt. 

Das mindert vor allem die Aussicht beim sich abzeichnenden Sommertransfermarkt, für den Innenverteidiger eine zweistellige Millionen-Ablöse zu erzielen. Realistisch ist eine Größenordnung wie bei Sebastian Anderssons Wechsel nach Köln. Also um die 6 Millionen Euro.

Friedrich mit Wertsteigerung

Mag manch einem zu wenig erscheinen. Doch man muss auch mal sehen, wo Friedrich stand, als er nach dem Aufstieg fest aus Augsburg geholt worden war. Talent war da, zweifelsohne. Dass es ihn sogar bis in den Dunstkreis der Nationalelf spülen würde, war nicht abzusehen. Auch nicht zwingend, dass Friedrich – schon vier Saisontore! – auf einmal Zielwasser zu seinem Lieblingsgetränk machen würde. Zuvor hatte er in 46 Zweitligakicks und zwei Relegationsspielen gerade einmal zweimal ins Schwarze getroffen. Wenn man den einst an die Fuggerstädter gezahlten Ablöse von zwei Millionen Euro sechs gegenüberstellt, die jetzt fließen könnten, wäre das eine hübsche Ertragssteigerung.

Das Einzige, was schade ist: Eine Ausstiegsklausel erspart Interessenten ein hartes Gefeilsche zu eisernen Gunsten. Sie müssen jetzt nur mit Friedrich handelseinig werden. Und für Ligaschwergewichte à la Leverkusen sind Summen über 6 Millionen Euro nebst Nebengeräuschen doch überschaubar.