Noch sind sie Gegner, werden sie ab dem Sommer Kollegen? Unions Marvin Friedrich – hier im Duell mit Leverkusens Daley Sinkgraven – wird von Bayer heftig umworben. Foto: Imago/Oliver Behrendt

Jogi Löw hat mittlerweile ein Auge auf ihn geworfen. Die Manager der Bundesliga sowieso. Marvin Friedrich ist zwar nicht auf dem Markt. Eigentlich. Aber Verträge sind in dieser Branche ja nur dafür da, um Entschädigungszahlen in Form von Ablösen zu generieren. In Köpenick ist man drauf eingestellt. Manager Oliver Ruhnert geht solche Probleme immer recht gelassen an. Alles nur eine Frage des Geldes.

Nicht wenige vermuten, dass ausgerechnet Eintracht Frankfurt über Friedrich nachdenkt und ihn neben Christopher Lenz auch noch an den Main lotsen möchte. Erstens stammt der 25-Jährige ja aus dem Hessenländle. Es wäre sozusagen ein Lockruf der Heimat für den gebürtigen Kassler. Zweitens erscheint die Perspektive Europa-Cup und da womöglich die Königsklasse – neben den klassisch pekuniären Elementen – mit der Mannschaft von Adi Hütter natürlich sehr reizvoll. 

Friedrichs Schwester kickt für Bayer

Für noch mehr Aufregung sorgt übrigens das via kicker kolportierte Interesse von ausgerechnet Bayer Leverkusen an Friedrich. Die Werkself könnte sozusagen mit einer Art Familienzusammenführung um den Innenverteidiger buhlen. Seine Schwester Melissa (23) kickt ja für das Frauenbundesliga-Team der Rheinländer. Doch in Köpenick hat keiner vergessen, welch unrühmliche Rolle Bayer bei seinem letzten Auftritt in der Alten Försterei spielte. Bis heute fehlt den Fans der Eisernen eine Entschuldigung von Jonathan Tah für seine in die Welt gesetzten Rassismusvorwürfe gegenüber Florian Hübner.

„Ich möchte aus meiner Karriere das Maximale herausholen. Was im Sommer passiert, wird man sehen“, hatte Unions Innenverteidiger jüngst Spekulationen um seine Zukunft befeuert. Das wirkliche Dilemma für die Eisernen ist, dass sie Friedrichs Vertrag über 2022 hinaus verlängern müssten. Gegebenenfalls mit Ausstiegsklausel. Oder ihn eben nach dieser Saison verkaufen müssten. Bei Andersson hat diese Verfahrensweise ja recht gut geklappt.