Es war ein Paukenschlag. Völlig unerwartet feuerte der 1. FC Union Berlin im April Trainer Steffen Baumgart. Nach dem peinlichen 1:3 in Heidenheim hatten die Bosse genug. Baumgart musste sofort gehen, Marie-Louise Eta übernahm, führte den Verein mit einem Punkt gegen Köln (2:2) und Hilfe der Konkurrenz zum Klassenerhalt. Jetzt hat sich Klublegende Torsten Mattuschka geäußert.
„Das hatte ein Geschmäckle“
Vor allem die Art und Weise der Entlassung sorgte für Wirbel. Kurz vor Mitternacht, eine Pressemitteilung, die alle überraschte. Eine Trennung zu dieser Uhrzeit? Für Klub-Legende Torsten Mattuschka ein absolutes No-Go: „Das hatte ein Geschmäckle. Das hat Baumgart nicht verdient!“

Und dann die nächste Sensation: Marie-Louise Eta übernimmt – als erste Cheftrainerin der Bundesliga-Geschichte! Ein historischer Moment, keine Frage. Doch sportlich blieb der Aha-Effekt bislang aus: drei Spiele, nur ein Punkt. Niederlagen gegen Wolfsburg und Leipzig, erst ein spätes 2:2 gegen Köln sicherte letztlich den Klassenerhalt. Für Mattuschka ist klar: „Den Punkt hätte Baumgart auch geholt!“
Im Sommer folgt schon der nächste Umbruch. Eta wechselt zu den Frauen – und bei den Männern beginnt die Trainersuche von vorne. Ein Name fällt dabei immer wieder: Christian Eichner! Der Karlsruhe-Coach gilt als Wunschlösung, zumindest hat es schon Kontakt gegeben. Eichner will in die Bundesliga, könnte bei Union endlich wieder attraktiveren Fußball etablieren.
„Macht keinen Spaß, Union zu sehen“
„Es macht keinen Spaß, Union spielen zu sehen“, legt Mattuschka noch nach. Die Konkurrenz schläft allerdings nicht! Auch Köln baggert an Eichner. Die Bewerbungen bei Horst Heldt für den Union-Job, glaubt Mattuschka, dürften sich auf dem Schreibtisch des Managers stapeln.

