Auf 50-Kilometer-Strecke

Ski-Langläufer besäuft sich im Weltcup-Rennen

Am Holmenkollen gab sich der Brite Gabriel Gledhill während des Massenstarts mit Bier und Schnaps statt Wasser die Kante.

Author - Stefan Doerr
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Gabriel Gledhill kämpft sich im Rennen am Holmenkollen voran.
Gabriel Gledhill kämpft sich im Rennen am Holmenkollen voran.Bildbyran/Imago

Am legendären Holmenkollen wird der Skisport jedes Jahr zum Volksfest. Fahnen, Musik, Grillgeruch – und reichlich Alkohol bei den Fans gehören zur Tradition rund um das Weltcup-Wochenende in Oslo.

Gledhill trank Bier und Schnaps statt Wasser

Diesmal allerdings mischte nicht nur das Publikum kräftig mit. Auch ein Athlet ließ sich vom Party-Charakter anstecken – und sorgte damit für eine der kuriosesten Geschichten des Winters.

Der britische Skilangläufer Gabriel Gledhill nahm im 50-Kilometer-Weltcuprennen am Samstag das Motto „Feiern am Streckenrand“ offenbar wörtlich. Während des Rennens griff der 23-Jährige immer wieder zu Bier und Schnaps, die ihm Fans anboten – und überquerte am Ende deutlich alkoholisiert die Ziellinie.

Der Brite Gabriel Gledhill kam betrunken ans Ziel.
Der Brite Gabriel Gledhill kam betrunken ans Ziel.NTB/Imago

„Es hat unglaublich viel Spaß gemacht. Ich bin ziemlich betrunken. Schon in der dritten Runde habe ich angefangen, Bier und Schnaps zu trinken. Es war eine verrückte Erfahrung“, sagte der 23-Jährige skandinavischen Medien. Nach eigener Rechnung verleibte er sich ein gutes Dutzend Bier und eine Handvoll Schnäpse ein.

Sportlich spielte der Brite bei dem traditionsreichen Rennen erwartungsgemäß keine Rolle. Mehr als 20 Minuten nach dem norwegischen Sieger Einar Hedegart kam Gledhill ins Ziel. Rang 67 von 75 gestarteten Läufern – immerhin: angekommen.

„Ich bin ziemlich betrunken gerade. Es war ziemlich schwierig, ins Ziel zu kommen. Aber am Holmenkollen geht es darum, Spaß zu haben“, erklärte er.

Ganz spurlos ging der flüssige Rennproviant allerdings nicht an ihm vorbei. Nach eigenen Angaben musste sich Gledhill während des Rennens sogar übergeben. Am Ende aber stand er trotzdem im Ziel – und lieferte dem ohnehin feierfreudigen Holmenkollen eine Geschichte, über die die Fans noch lange lachen dürften.

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