WM-Gastgeber Mexiko kann jubeln. Nach dem 1:0 gegen Südkorea steht die Azteken-Nationalelf schon als Sieger der Gruppe A fest, egal wie der letzte Spieltag läuft. Wie geht denn so etwas? Eine neue Fifa-Regel und ein umstrittener Elfmeter machen es möglich.
Direkter Vergleich statt Torverhältnis
Der Reihe nach: Was bei der EM 1996 von der Uefa eingeführt wurde, gilt bei dieser WM auch zum ersten Mal. Es geht um die Platzierung in den WM-Gruppen. Bei Punktgleichheit zweier Teams zählt nicht mehr das Torverhältnis, sondern der direkte Vergleich.
Mexiko gewann gegen Südkorea. Heißt: Auch wenn die Asiaten ihr letztes Spiel gegen Südafrika gewinnen und Mexiko gegen Tschechien verliert und dann beide sechs Zähler haben, ist der Gastgeber vor Südkorea.

Aber das ist nicht alles, warum Mexiko jetzt schon als Gruppenerster feststeht. Da es im Parallel-Spiel zwischen Tschechien und Südafrika ein 1:1 gab, haben diese beiden Teams bisher nur einen Punkt und können Mexiko nicht mehr einholen. Besonders ärgerlich ist es für Tschechien. Denn nach langer 1:0-Führung kassierte das Team einen umstrittenen Hand-Elfmeter in der 83. Minute.


