Großer Respekt, aber keine Angst: Bundestrainer Markus Gaugisch geht laut nationalmannschaft.net mit klaren Worten ins WM-Halbfinale gegen Titelverteidiger Frankreich. „Frankreich ist eine Mannschaft mit großer Erfahrung“, sagt er – und meint Weltklasse-Spielerinnen, die in Vereinen und Nationalteam schon unzählige Titel gewonnen haben. Zwei Kreisläuferinnen, wurfgewaltiger Rückraum, starke Durchbrüche und mit Hatadou Sako eine überragende Torhüterin – Frankreich bringt alles mit, was ein Favorit braucht.
Doch Gaugisch weiß auch: Sein Team ist bereit. „Wir sind nicht Favorit, aber die Mannschaft weiß, was sie kann.“ Genau darin liegt die deutsche Hoffnung.

Knapp verloren – aber Mut geschöpft
Zweimal traf Deutschland im März auf Frankreich, zweimal verloren die DHB-Frauen knapp: 25:28 in Trier, 29:30 in Besançon. Auch beim Olympia-Viertelfinale 2024 in Paris war Deutschland beim 23:26 ganz nah an der Sensation. Spiele, die Mut gemacht haben.
DHB-Sportvorstand Ingo Meckes spürt ein neues Selbstverständnis: „Die Mannschaft ist locker, fokussiert und gierig. Die Frauen wollen mehr.“ Frankreich habe überragende Einzelspielerinnen – Deutschland aber könne als Team dagegenhalten, vor allem mit seiner starken Abwehr.
Gier statt Angst im Halbfinale
Die DHB-Frauen stehen erstmals seit 18 Jahren wieder in einem WM-Halbfinale – und träumen vom ganz großen Wurf. „Jetzt müssen wir uns dafür belohnen, dass wir so ein tolles Turnier gespielt haben“, sagt Torhüterin Katharina Filter. Sieben Siege haben den Glauben wachsen lassen. „Alles ist drin.“ Auch Gaugisch betont: „Wir werden alles auf der Platte lassen.“ Angst? Keine. Dafür Gier – und der feste Wille, den Favoriten zu ärgern.



