WM 2026

Spanien-Blamage hilft Deutschland: Ein Sieg reicht zum Weiterkommen

Spaniens überraschendes 0:0 gegen Kap Verde hat Folgen bis zur DFB-Elf. Mit einem Sieg gegen die Elfenbeinküste ist Deutschland sicher im Sechzehntelfinale.

Author - Tobias Esters
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Die deutsche Nationalmannschaft bejubelt ein Tor beim Auftakt gegen Curaçao. Mit einem Sieg gegen die Elfenbeinküste ist das Achtelfinale sicher.
Die deutsche Nationalmannschaft bejubelt ein Tor beim Auftakt gegen Curaçao. Mit einem Sieg gegen die Elfenbeinküste ist das Achtelfinale sicher.Scott Coleman/Eibner-Pressefoto/imago

Es war die größte Sensation der WM 2026: Mitfavorit Spanien kam zum Auftakt nicht über ein 0:0 gegen Turnierneuling Kap Verde hinaus. Was zunächst nur nach einer Blamage für den Europameister aussieht, hat überraschend auch Folgen für die deutsche Nationalmannschaft. Denn jetzt steht fest: Mit einem Sieg im zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste am Samstag (22 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Toronto ist die DFB-Elf sicher für die K.o.-Runde qualifiziert.

Warum ein Spiel in einer anderen Gruppe Deutschland hilft

Der Grund liegt in den Regularien der aufgeblähten WM mit erstmals 48 Mannschaften in zwölf Gruppen. Neben den Gruppenersten und -zweiten ziehen auch die acht besten Gruppendritten in die Zwischenrunde ein. Durch die bisherigen Unentschieden in den Gruppen B, C, F und H können die Drittplatzierten dieser Gruppen nicht mehr auf sechs Punkte kommen.

Für Deutschland heißt das: Mit einem Sieg gegen die Elfenbeinküste käme die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann auf sechs Punkte und hätte damit mindestens als bester oder einer der besten Gruppendritten das Weiterkommen sicher, unabhängig von allen anderen Ergebnissen.

Sensation perfekt: Die Spieler von Kap Verde feiern den überraschenden Punktgewinn gegen Mitfavorit Spanien.
Sensation perfekt: Die Spieler von Kap Verde feiern den überraschenden Punktgewinn gegen Mitfavorit Spanien.Walter Arce GMG/imago

Die Gefahr eines Vorrunden-Aus wie 2018 und 2022 ist nach dem furiosen 7:1 zum Auftakt gegen Curaçao ohnehin nur noch theoretisch. Selbst bei zwei Niederlagen gegen die Elfenbeinküste (20. Juni) und Ecuador (25. Juni) wäre ein Ausscheiden unwahrscheinlich. Dafür müsste es in ungewöhnlich vielen Gruppen sehr eng zugehen und die Drittplatzierten dort müssten jeweils mindestens vier Punkte holen.

Warum Platz eins zur Falle werden könnte

Interessant wird es beim Blick auf den möglichen Turnierbaum. Zieht Deutschland als Gruppensieger in die Endrunde ein, trifft die Elf im Sechzehntelfinale auf einen der besten Drittplatzierten. Mögliche Gegner wären zum Beispiel Tschechien, Kanada, Schottland oder Schweden. Klingt machbar, doch danach könnte es schnell dicke kommen: Im Achtelfinale drohte bereits ein Topspiel gegen Frankreich. Weshalb sich mancher Fan fragen dürfte, ob der Gruppensieg wirklich das erstrebenswerteste Ziel ist.

Landet Deutschland dagegen auf Platz zwei, ginge es zunächst gegen den Zweiten der Gruppe I, wahrscheinlich Norwegen oder Senegal. Im Achtelfinale wären dann Brasilien, Marokko oder die Niederlande mögliche Gegner.

So oder so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass deutsche Fans nach zwölf Jahren endlich wieder ein K.o.-Spiel ihrer Mannschaft bei einer Weltmeisterschaft erleben dürfen.

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