Er ist Multi-Unternehmer und ein Berliner, der etwas vom Fußball versteht: Quirin Graf Adelmann (50) hat einmal vor ganz langer Zeit beim 1. FC Union gespielt und seinen eigenen Fußballklub, den FC Karlshorst, gegründet. Jetzt greift der ehemalige „Eiserne“ in Altglienicke an.
Multi-Unternehmer unterstützt Regionalligisten
Quirin Graf Adelmann steigt bei der VSG Altglienicke ein und soll dem Regionalligisten das geben, was im Berliner Fußball oft fehlt: stabile Strukturen. Seit dem 23. April verantwortet der Berliner Unternehmer die Geschäftsleitung Finanzen & Recht, zum 1. Juli übernimmt er gemeinsam mit Daniel Böhm auch die Geschäftsführung der VSG Altglienicke Fußball GmbH. Ziel: Den Verein wirtschaftlich und organisatorisch fit machen – langfristig, nicht nur für die nächste Saison.
Die VSG will kein Klub sein, der Jahr für Jahr ums Überleben kämpft, sondern eine Organisation, die sportlichen Erfolg aushalten und steuern kann – auch in schwierigen Phasen. Der neue Fokus auf Finanzen, Recht und Organisation unterstreicht das klar. Die VSG ist bewusst nicht auf den schnellen sportlichen Effekterfolg ausgerichtet, sondern auf nachhaltige Entwicklung.
Das soll Adelmann richten. Er ist kein Unbekannter in der Hauptstadt. Seit über 30 Jahren lebt er in Berlin, studierte Jura an der Humboldt-Uni, gründete schon 1995 einen eigenen Fußballverein und spielte selbst bei Union Berlin, als dort noch keine Champions-League-Hymne lief.
Später machte er Karriere als Multi-Unternehmer – von FinTech und Biotech über Immobilien bis Kultur. Heute führt er unter anderem das DDR-Museum, ist Mitgründer von „Rave the Planet“ (mit Techno-Legende Dr. Motte) und engagiert sich mit Cancer Rebels e.V. für Krebserkrankte.
Große Pläne beim VSG Altglienicke
Bei Altglienicke setzt man bewusst auf einen anderen Weg. Statt alles Geld in den Kader zu pumpen, sollen erst einmal die Grundlagen stimmen. Oder wie Vereinsmanager Johannes Manske sagt: Adelmann bringe eine Kompetenz mit, „die man in dieser Liga selten findet“.



